ÖGB-PensionistInnen fordern volle Abgeltung der Inflation

Schmölz: Lassen uns nicht mit geringerer Pensionsanpassung abspeisen

Wien (ÖGB). "Wir PensionistInnen lassen uns nicht weiter neppen. Eine Pensionsanpassung von 1,6 Prozent bei einer Teuerung von 2,9 Prozent vorzuschlagen, das ist ein Schandangebot, mit dem wir uns sicher nicht zufrieden geben. Wir verlangen die volle Abgeltung der Inflation", reagiert der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen, Johann Schmölz, auf Ankündigungen von Bundeskanzler Schüssel, dass auch die Anpassung für nächstes Jahr weit unter der Teuerungsrate liegen werde.++++

Es sei bedenklich, dass die Regierung für die ältere Generation im Budget kein Geld vorgesehen habe. "Bundeskanzler Schüssel gibt das mit seiner Aussage, dass nur Mittel für eine Anpassung um 1,6 Prozent budgetiert wurden, klar zu", so Schmölz. Eine derart niedrige Anpassung sei nicht nur unsozial, sondern würde auch die wirtschaftliche Entwicklung belasten. "Tausende Arbeitsplätze sind durch die derzeitige Wirtschaftskrise ohnedies gefährdet. Mit einer neuerlichen Schwächung der Kaufkraft der PensionistInnen nimmt die Flaute weiter zu", sagt Schmölz.

Der Unmut unter den PensionistInnen über die Belastungspolitik sei riesengroß, warnt Schmölz die Regierung vor einem weiteren "Drüberfahren" über die PensionistInnen. "Selbst die Pensionistenorganisationen der Regierungsparteien können mit dieser unsozialen Politik nicht mehr mit. Das zeigt die einstimmige Verabschiedung der Resolution des Seniorenrats." In der Resolution werden unter anderem überschaubarere Kriterien für die Berechnung der Pensionsanpassung, die volle Abgeltung der Teuerungsrate und ein Abgehen von der Anrechnung früherer Anpassungen gefordert.

"Die Regierung sollte ihren Standpunkt vor den Verhandlungen über die Pensionsanpassung noch einmal überdenken. Denn auch wir älteren Menschen lassen uns nicht alles gefallen", fordert Schmölz die Regierung zu einem Umdenken auf. (mfr)

ÖGB, 15. Oktober 2001
Nr. 847

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