"Billboards" in Wien

StR. Schicker präsentierte neue Kriterien und Richtlinien für die Aufstellung von Werbetafeln

Wien, (OTS) Werbeanlagen zählen nicht zu den "klassischen" Elementen von Stadtgestaltung und Architektur, die Wirkung von Werbetafeln - so genannten "Billboards" - auf das Erscheinungsbild einer Großstadt ist dennoch beträchtlich. Im Auftrag der MA 19 -Architektur und Stadtgestaltung wurden nunmehr im Rahmen einer Studie von Arch. Leopold Dungl Richtlinien und Kriterien für mögliche Standorte dieser Werbetafeln erarbeitet. Wie StR Schicker Montag im Rahmen eines Mediengesprächs dazu betonte, waren die Zielsetzungen der Studie einerseits dem Interesse der Stadt Wien nach der "Stadtverträglichkeit" solcher Werbeanlagen, gleichzeitig aber auch einem Wirtschaftsstandort Rechnung zu tragen.****

"Billboards" sind großflächige, freistehende Werbetafeln mit einer Größe bis zu 8 x 5 Meter und bestehen zumeist aus 1-3 Werbeflächen, die eine eigenständige, bauliche Anlage bilden. Wie für jede Metropole gilt auch für Wien, dass die auf größtmögliche Wirkung ausgelegten Werbebotschaften die Stadt gerade in jenen Bereichen zunehmend dominieren, in denen große Reichweiten zu erzielen sind. Dies betrifft in erster Linie das Individual-Verkehrsnetz in Wien:
Hunderttausende AutofahrerInnen sind eine begehrte Zielgruppe für Werbebotschaften.

Gleichzeitig gibt es eine Vielzahl solcher Botschaften, die auch die Stadt selbst vermittelt - beispielsweise an den Stadteinfahrten, die den von außen kommenden VerkehrsteilnehmerInnen einen ersten Blick auf die Stadt geben und so eine "Visitkarte" für Wien sind. Zudem treten "Billboards" aufgrund ihrer Größe meist sehr dominant in den Vordergrund und sind daher meist nur wenig stadtverträglich.

Innerhalb dieses Spannungsfelds - einerseits dem Wunsch der Werbeindustrie nach Standorten für Werbetafeln und andererseits dem Interesse der Stadt nach einem attraktiven Erscheinungsbild und der Berücksichtigung stadtgestalterischer Aspekte - wurden nunmehr im Rahmen der "Billboard"-Studie Richtlinien und Kriterien für die Positionierung der Werbetafeln entwickelt und festgelegt.
Ziel der Studie war, in einem stark wachsenden Werbefeld ein wienadäquates Konzept für diese bewilligungspflichtigen Werbeträger auszuarbeiten, welches sowohl der Gestaltung einer lebenswerten Stadt Rechnung trägt als auch einem Wirtschaftsstandort gerecht wird. Freistehende Werbeanlagen sollen künftig nach diesen festgelegten Kriterien genehmigt werden.

So sind gemäß der Studie Billboards aufgrund ihrer Größe und ihres Erscheinungsbildes nur wenig in das Wiener Stadtbild zu integrieren. Die Aufstellung von Billboards ist auf Autobahnen ( A 1, A 2, A 4, A 21, A 22, A 23) zu beschränken, da nur in diesen Bereichen die entsprechenden (stadt)räumlichen Grundlagen (Maßstabsverhältnisse etc.) bestehen. Für diesen Bereich wurden nunmehr Orte festgelegt, in denen Werbeträger grundsätzlich zulässig sind, gleichzeitig aber auch Zonen ausgewiesen, in denen Billboards das Stadtbild beeinträchtigen würden. Diese werden katalogisiert und kartografisch ausgewiesen. (Schluss) gb

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