Fischer: Höhere Verbraucher-Fleischpreise auch an Bauern weitergeben

15. Oktober - Internationaler Tag der Landfrauen

Wien, 15. Oktober 2001 (AIZ). - "Die Rinderkrankheit BSE und die Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche in Teilen Europas haben die Konsumenten im vergangenen Jahr stark verunsichert und den Bauern enormen Schaden gebracht. Selbst in Österreich, das bis heute weder von BSE noch von der aktuellen Maul- und Klauenseuche betroffen ist, waren die Auswirkungen der Krise heftig und sind noch heute zu spüren. Die Bäuerinnen nehmen gerade in dieser Situation gerne ihre Aufgabe als Botschafterinnen für gesunde Lebensmittel und eine naturnahe Produktion wahr. Die Verbraucher wären auch bereit, mehr für qualitativ hochwertiges Fleisch, wie es in Österreich produziert wird, auszugeben. Allerdings spüren die Bauern davon nicht viel, weil der Handel die höheren Konsumentenpreise nicht in ausreichendem Maß an die Produzenten weitergibt", kritisierte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen in der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Aloisia Fischer, in einer Aussendung anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Landfrauen. ****

Die Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen setze sich seit langem für eine gute und enge Zusammenarbeit mit Bäuerinnenorganisationen anderer Staaten, vor allem jedoch jenen aus der Europäischen Union und den EU-Beitrittskandidaten, ein. So kam es heuer auf Initiative Österreichs in Innsbruck zu einem internationalen Erfahrungsaustausch zwischen den Landfrauen in der EU und den Ländern Mittel- und Osteuropas, bei dem die unterschiedlichen Arbeits- und Lebensbedingungen der Bäuerinnen in den einzelnen Ländern im Mittelpunkt standen. "Wir möchten diesen Dialog nicht nur weiterführen, sondern auch intensivieren", so Fischer weiter.

Viele Möglichkeiten trotz aller Probleme

Fischer zeigte sich in diesem Zusammenhang erschüttert über Berichte aus der Krisenregion Afghanistan, wo Frauen, und speziell auch Bäuerinnen, unter menschenunwürdigen Zuständen um ihre Existenz kämpfen müssen. "Es ist für mich unverständlich, dass sich die Bevölkerung der westlichen Welt über Details des - berechtigten -Schutzes von Tieren erregt, während das Schicksal der Frauen in dieser Region nur am Rande wahrgenommen wird. Es sollte aber auch uns Bäuerinnen, gerade am Internationalen Tag der Landfrauen, einmal mehr bewusst sein, welche Entwicklungschancen wir in Mitteleuropa trotz aller Probleme haben", so Fischer abschließend.
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