Verhaltenskodex gegen Kindersextourismus nun auch mit ÖVT unterzeichnet

Rossmann: "Es darf nicht zugeschaut werden, wenn weggeschaut

Wien (BMWA/OTS) - wird!"

Am Montag, den 15.Oktober 2001 unterzeichnete Tourismusstaatssekretärin Mares Rossmann in einer zweiten Runde gemeinsam mit dem Präsidenten des Österreichischen Vereins für Tourismus (ÖVT) Dr. Georg Gabor und Vizepräsident Joseph Reitinger-Laska, sowie Herrn Dipl.-Ing. Christian Baumgartner von der Firma Respect den Verhaltenskodex zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung, der in einer ersten Runde schon am 26.April des Jahres mit dem ÖRV unterschrieben wurde.***

Mit diesem Verhaltenskodex kommt es erstmalig zu einer freiwilligen Unterwerfung der Reisebürowirtschaft unter Verhaltensnormen zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung. Besonders hervorzuheben sei in diesem Zusammenhang, dass sich die Reisebüros damit auch verpflichtet haben, Führungskräfte, Reiseleiter aber auch Schüler der Fachhochschulen zu diesem Thema aufzuklären und zu schulen. "Es kommt hiermit zu einer Bewusstseinsbildung, dass jeder die soziale Verpflichtung hat, alles zu unternehmen um sexuelle Ausbeutung bei Kinder zu verhindern" so Rossmann.

Es dürfe nicht weggeschaut werden und die Problematik dürfe nicht verharmlost werden.

Durch den Folder, in dem die Reisenden aufgeklärt werden, dass sie, wenn sie eine solche Straftat vermuten, auch eine anonyme Anzeige an Interpol machen können, soll der Mut zum Handeln gestärkt werden. Nach einem Jahr müsse dann evaluiert werden, was der Kodex gebracht hat. Sie, Rossmann, habe bereits beim informellen Ministerrat für Tourismus auf EU-Ebene diesen Verhaltenskodex, aber auch das Thema sexuelle Ausbeutung von Kindern im allgemeinen, thematisiert. Erschütternd sei auch, dass der Sextourismus in unseren Nachbarstaaten, besonders nach Tschechien, stark angestiegen sei. In diesem Zusammenhang solle auch nicht auf das Problem des Drogenmissbrauches vergessen werden.

"Es darf nicht zugeschaut werden, wenn weggeschaut wird!" so Rossmann.

Staatssekretärin Mares Rossmann sichert jede Unterstützung ihrerseits diesem Thema zu. (Schluß) bxf

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