Breit zu Kopietz: "Volksfeste, bei denen getanzt wird, sind sehr wohl Vergnügungssteuer-pflichtig"

Wien (OTS) - Johannes Breit (Veranstalter von Events wie z.B. "Wickie, Slime und Paiper"), der die Diskussion um die Vergnügungssteuer Anfang dieses Jahres in's Rollen brachte, wehrt sich gegen die Ungleichbehandlung von Veranstaltungen. Breit: "Laut Vergnügungssteuergesetz sind volksfestartige Veranstaltungen zwar ausgenommen, allerdings nur, wenn nicht getanzt wird. Laut Gesetz und Aussage der zuständigen Magistratsabteilung 4 sind ausnahmslos sämtliche Veranstaltungen Vergnügungssteuerpflichtig, sobald auch nur ein Teil des Publikums tanzt. Und daß beim Donauinselfest, wo Discos etc. angekündigt werden und sogar Tanzboden aufgelegt wird, nicht getanzt wird, können wohl einige hunderttausend Zeugen belegen."

Andererseits ist Breit dankbar, daß Kopietz auf die (nur in einer "Erläuterung" des Gesetzes veröffentlichen) Definition des volksfestähnlichen Charakters hinweist. In der selben Erläuterung werden nämlich auch "gemischte Vorführungen" als von der Vergnügungssteuer zu befreiende genannt. "Damit wäre de facto jedes Clubbing, das unterschiedliche Musikrichtungen anbietet, Live- mit DJ-Musik mischt oder zur Musik auch ein Rahmenprogramm anbietet, von der Steuer zu befreien. Damit kann ich leben.", so Breit.

Breit betont weiters, daß es ihm nicht darum geht, daß irgendjemand anderer mehr Steuer zahlt. "Allein, daß Tanz in Wien besteuert wird und die Besteuerung der reinen Willkür ausgeliefert ist, ist absurd. Man muß auch wissen, daß ein Voll-Playback-Konzert, bei dem ein Auftretender nur die Lippen zu einem Band bewegt, als Konzert von der Steuer befreit ist, ein weltbekannter DJ, der Platten mixt und dazu rapt, allerdings als Bediener eines Plattenspielers behandelt wird und die volle Steuer anfällt. Dieses Gesetz sowie die Vergnügungssteuer als solches sind schlicht nicht mehr zeitgemäß."

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