LHStv. Onodi: Rettungswesen auf Basis der Freiwilligkeit muss gesichert bleiben

Zusammenlegungen von Rettungsstützpunkten nicht vorstellbar

St. Polten, (SPI) - "Das auf den Einsatz Tausender Freiwilliger basierende NÖ Rettungswesen muss auch in Zukunft finanziell und organisatorisch abgesichert werden. Die Klagen der Rettungsorganisationen betreffend der Finanzierung des Krankentransport- und Rettungsdienstes einerseits und der Zunahme der Leistungen und Aufgaben ohne entsprechende finanzielle Abgeltung andererseits werden von der NÖ Landespolitik sicher nicht leichtfertig abgetan. Es ist mein persönliches Anliegen, die Rettungsorganisationen überall dort, wo sie Hilfe benötigen, bestmöglichst zu unterstützen", so NÖ Gesundheitsreferentin LHStv. Heidemaria Onodi.****

Die Menschen werden dank des medizinischen Fortschritts immer älter, was aber auch die Anforderungen an das Leistungsspektrum der Rettungsdienste Rotes Kreuz und Arbeitersamariterbund erhöht. Ebenso kann das Bundesland Niederösterreich auf eine steigende Bevölkerungsentwicklung verweisen - mehr Menschen bedingen aber ebenso eine Zunahme der Fahrten. Auch sind die Rettungsorganisationen unverschuldet, durch budgetäre Maßnahmen des Bundes, in eine finanziell schwierigere Situation geraten. Anzusprechen sind beispielsweise die Kürzungs- und Sparmaßnahmen im Bereich der Versicherungsträger oder der Zivildiener. Immer wieder in die Diskussion eingebrachte Forderungen nach Zusammenlegungen von Stützpunkten kann die NÖ Gesundheitsreferentin wenig abgewinnen. "Wer derartiges fordert, weiß nicht um die speziellen Anforderungen und Gegebenheiten Bescheid. Die Rettungsorganisationen sind nicht mit jedem beliebigen Wirtschaftsbetrieb vergleichbar, da mehr als 90 Prozent der Leistungen dankenswerter Weise von Freiwilligen erbracht werden. Hier liegt eine besondere Bindung zum Stützpunkt, zur Gemeinde und zur eigenen Einrichtung vor. Schließungen oder Zusammenlegungen von Stützpunkten würden damit den Verlust von vielen freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedeuten, wobei längere Anfahrtswege und zusätzliche Erschwernisse für die Freiwilligen im Bereich des zusätzlichen Zeitaufwandes oder eigener Kosten auch als unzumutbar anzusehen sind", so Onodi.

Im Bereich des Notarztwagendienstes hat das NÖ Gesundheitsressort jedenfalls eine vertragliche Grundlage für eine längerfristig abgesicherte Finanzierung dieser Dienstleistung für die Rettungsorganisationen ausgearbeitet. Entsprechende Gespräche auf Ebene der Landesregierung sollten hier rasch zu einer Einigung führen. "Ich denke, dass das Land NÖ und alle eingebundenen Verantwortungsträger im Wissen um die Wichtigkeit der Dienste ihren Beitrag zu einer positiven Lösung leisten werden. Nicht nur im Jahr der Freiwilligen gilt es jene zu unterstützen, die ihre Arbeitsleistung, ihr Engagement und ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen", so Onodi abschließend.
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