"profil": Versicherungen wollen Lockerung der Bilanzierungsregeln

Aktienflaute könnte 2001 bis zu 20 Milliarden kosten -Abschreibungen der Verluste auf drei Jahre gefordert

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wollen Österreichs Versicherungen aufgrund der schlechten Verfassung der weltweiten Aktienmärkte bei Finanzminister Karl-Heinz Grasser eine Lockerung der Bilanzierungsregeln für das Wirtschaftsjahr 2001 erwirken.

Die 84 in Österreich tätigen Gesellschaften hätten bei anhaltend schlechter Kursentwicklung für 2001 ein Abwertungsrisiko in den Aktienportefeuilles von bis zu 20 Milliarden Schilling, das auch unter Berücksichtigung der stillen Reserven kaum ausgeglichen werden könne. Nach "profil" vorliegenden Informationen wird derzeit eine Ausnahmeregelung bei der Bewertung von Aktien zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2001 diskutiert. Demnach soll es den Versicherungen ermöglicht werden, allfällige Abschreibungen nicht zur Gänze in die Jahresabschlüsse 2001 einzurechnen, sondern auf drei Jahre, also bis einschließlich 2003, zu verteilen.

Herbert Retter, Generalsekretär des Versicherungsverbandes wollte die Gespräche gegenüber "profil" mit Hinweis auf die auch auf dem deutschen Versicherungsmarkt laufende Diskussion nicht kommentieren. Retter: "Das ist eine gesamteuropäische Entwicklung. Wir werden hier sicher nicht vorpreschen."

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