"profil": Wasser könnte bald teurer werden

Molterer will Wasserwirtschaft teilprivatisieren - zu hohe Förderungen - zu wenig Effizienz

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, könnte mit der von Umweltminister Wilhelm Molterer geplanten Teilprivatisierung der österreichischen Wasserwirtschaft auch der Preis für Wasser steigen.

"Der in Österreich niedrige Wasserpreis darf nicht länger ein Tabuthema sein", fordert Bernd Wolschner, Sprecher des Verbands der Umwelttechnikunternehmen in der Wirtschaftskammer, und spricht sich für eine Erhöhung des Wasserpreises um zehn Schilling pro Kubikmeter aus. Wolschner: "Diese Erhöhung wäre für jeden Haushalt verkraftbar."

Umweltminister Molterer will Preiserhöhungen nicht ausschließen, meint aber, dass "die Preise sozial verträglich bleiben müssen."

Anlass der Preisdiskussion ist die bevorstehende Teilprivatisierung der österreichischen Wasserwirtschaft und anstehende Investitionen in Höhe von 160 Milliarden Schilling. In Österreich liegt der Anschlussgrad der Haushalte an das öffentliche Abwassersystem bei 85 Prozent und erfüllt damit die EU-Richtlinien nicht. Zudem werden die Förderungen der öffentlichen Hand für Investitionen in die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung deutlich gekürzt.

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens PriceWaterhouseCoopers sind Investitionen in Wassernetze und Kläranlagen zu teuer und zu wenig effizient. Dieser Kritik schliesst sich auch der Auftraggeber der Studie, Umweltminister Molterer, an: "Es gibt überhaupt keine Kostentransparenz in diesem Bereich."

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