Burket: Ausbildung in Berufsschulen verbessern

Praxisorientierte Wissensvermittlung muß im Vordergrund stehen

Wien, 2001-10-12 (fpd) - "Die Kritik und Vorwürfe der Opposition betreffend die Situation am Lehrstellenmarkt gingen am tatsächlichen Problem vorbei", meinte heute die freiheitliche Abg. Ilse Burket. ****

"Gestern wurde das Jugendausbildungssicherungsgesetz im parlamentarischen Wirtschaftsausschuß behandelt. Tatsache ist, daß 400 Millionen Schilling für bereits bestehende Ausbildungslehrgänge zur Verfügung gestellt wurden, und weitere 100 Millionen in die Finanzierung neuer Projekte gesteckt werden. Der Vorwurf von SPÖ-Sozialsprecherin Silhavy, daß die Regierung hier zuwenig Geld zur Verfügung stelle, geht wieder einmal ins Leere. Erstens müsse, so Burket, nicht immer mehr Geld die Lösung aller Probleme sein - wie ja auch der Fall Euroteam zeigt - zweitens wären Ansätze ganz woanders dringend notwendig", so Burket.

"Die Ausbildung in den Berufsschulen ist zum Teil beklagenswert, hier finden sich vom Mediator über den Sozialberater bis hin zur Begleitlehrerin zwar alle möglichen Betreuer, wo aber sind die qualifizierten Fachlehrer, die das notwendige berufliche Wissen vermitteln? Daher muß die praxisorientierte Wissensvermittlung überwiegend in den Betrieben stattfinden, was für die ausbildenden Gewerbetreibenden eine nicht nur finanzielle Belastung darstellt, erklärte Burket.

"An der "Unlust" zur Lehrlingsausbildung sind allerdings auch die zahlreichen Vorschriften und Auflagen, sowie der erschreckende Wissensstand der angehenden Lehrlinge verantwortlich. Hier besteht tatsächlicher Handlungsbedarf", sagte Burket.

Nicht der Ruf nach weiteren Millionen, a la Frau Silhavy , ist die Lösung sondern Wissensvermittlung schon in den Pflichtschulen die wieder leistungsorientiert ist und den Jugendlichen eine gesunde Basis für eine berufliche Weiterbildung bietet, schloß Burket. (Schluß)

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