Pensionsfusionen: ÖGB kritisiert Haupt und Frad

Leutner: Organisation der Sozialversicherungsanstalten nach sachlichen Kriterien und nicht nach Parteipolitik

Wien (ÖGB). Heftige Kritik übte der Leitende Sekretär im ÖGB, Dr. Richard Leutner, an den Aussagen von Sozialminister Haupt, dass für diesen die Zusammenlegung der Sozialversicherungsanstalten von Bauern und Gewerbetreibenden kein Thema ist. Bei den Pensionsversicherungsanstalten der Angestellten (PVAng) und Arbeiter (PVArb) kann es dem Sozialminister gar nicht schnell genug gehen, bei den der Gewerbetreibenden und Bauern will er nichts wissen, obwohl gerade dort mindestens so große Synergieeffekte erzielbar wären. Leutner: "Dem Sozialminister geht es offensichtlich nicht um die Interessen der Versicherten und auch nicht um die in der PVAng und PVArb beschäftigten MitarbeiterInnen."++++

Wenn schon die Notwendigkeit von Fusionen erkannt wird, dann ist es eigentlich unverständlich, dass Sozialminister Haupt die Sozialversicherungsträger der Selbständigen zum Tabu erklärt. Leutner: "Diese Vorgehensweise ist daher nur parteipolitisch, nicht aber sachlich erklärbar. Beide Versicherungsträger, die der Bauern und der Gewerbetreibenden, das sei Haupt bekannt, müssen nämlich auf Grund ihrer Versichertenstruktur mit massive staatlichen Zuschüsse unterstützt werden."

Wie schon gestern GPA-Vorsitzender Hans Sallmutter, übte auch Leutner Kritik an den Aussagen des neuen Hauptverbandspräsidenten Frad, dem in Zusammenhang mit der Zusammenlegung der beiden Sozialversicherungsträger nichts besseres einfällt, als einen Beschäftigtenabbau anzukündigen. "Eine Fusion darf kein Mittel zum Selbstzweck sein. Es geht darum Strukturen zu schaffen, die den Versicherten zu gute kommen, und es geht darum, dass auch die Arbeitsplätze der dort Beschäftigten abgesichert sind", forderte der Leitende ÖGB-Sekretär. (ew)

ÖGB, 12. Oktober 2001
Nr. 842

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