Fischer würdigt Professor Anton Pelinka anlässlich seines 60. Geburtstags

Wien (SK) "Anton Pelinka hat für die Politikwissenschaft in Österreich für einen sachlichen, politischen Diskurs, für Pluralismus und Demokratie und für eine offene und tolerante Gesellschaft in den letzen Jahrzehnten wichtige Beiträge geleistet", erklärte Nationalratspräsident Heinz Fischer am Freitag anlässlich des 60. Geburtstages des Politikwissenschafters Anton Pelinka. Für seine Leistungen und wissenschaftlichen Arbeiten sei die Republik Österreich Pelinka daher zu großem Dank verpflichtet, so Fischer. Die Arbeiten des Universitätsprofessors mögen auch in Zukunft "weiterhin gegen den Strich gebürstet bleiben", fügte der Nationalratspräsident hinzu. ****

Der ehemalige "Furche"-Journalist und Forschungsassistent am IHS sei das "Gegenteil eines Wissenschafters im Elfenbeinturm", so Fischer weiter. Immer wieder habe sich Pelinka mit dem Verhältnis zwischen Politik und Kirche, dem politischen System in seiner ganzen Komplexität, Fragen der Demokratietheorie, der Institutionen- und insbesondere der Parteienforschung auseinandergesetzt. Fischer würdigte Pelinkas Leistungen im Zusammenhang mit seinen Arbeiten zur Vergangenheitsbewältigung, der Sozialpartnerschaft und dem EU-Beitritt Österreichs.

Pelinka, den Fischer zu den "besten Kennern der FPÖ" zählt, sei in diesem Zusammenhang auch in heftige Auseinandersetzungen verstrickt worden. "Dass Pelinka dabei den geraden Weg gegangen ist, sich nicht einschüchtern ließ, sollten wir ihm besonders hoch anrechnen", betonte der Nationalratspräsident.

Pelinka sei ein "kritischer, parteipolitisch heimatloser, liberaler Österreicher, ein Experte der politischen Realitäten, der an autoritären, illiberalen, dogmatischen und populistischen Positionen scharfe Kritik übt". Mit den Begriffen "Rechts" und "Links" sei Pelinka jedenfalls nicht zu definieren, so Fischer.

Die größten Stärken Pelinkas würden wohl "einerseits in der Verbindung der konkreten politischen Analyse mit einer sehr soliden, theoretischen Fundierung und andererseits in der Fähigkeit komplexe Sachverhalte in differenzierter und dennoch verständlicher Weise darzulegen", liegen, sagte Fischer. (Schluss) hm

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