Ferrero-Waldner: große Freude über Verleihung des Friedensnobelpreises an VN und Kofi Annan

Wien (OTS) - Das Norwegische Nobelkomitee hat heute entschieden,
den Friedensnobelpreis 2001 zu gleichen Teilen an die Vereinten Nationen sowie deren Generalsekretär Kofi Annan in Anerkennung deren Arbeit für eine geordnetere und friedlichere Welt zu verleihen.

"Ich habe die Entscheidung des Nobelpreiskomitees mit großer Freude aufgenommen", so Ferrero-Waldner. Dass der Nobelpreis zur Hälfte an den Generalsekretär der Organisation geht, wertet die Außenministerin als besondere, höchst verdiente Auszeichnung für Kofi Annan, der die Weltorganisation nicht nur mit größtem diplomatischem Geschick, sondern auch mit politischem Weitblick und tiefer Kenntnis ihres "Innenlebens" führe.

"Er vertritt seine Schwerpunkte offen und mutig, in den traditionellen Bereichen der Friedens- und Sicherheitspolitik ebenso wie bei der Betonung der Verantwortung der Vereinten Nationen für die Menschenrechte. Er stellt sich neuen Herausforderungen, wie HIV/AIDS oder zuletzt dem internationalen Terrorismus, mit Entschlossenheit, Besonnenheit und Engagement. Im engeren Bereich der Organisation selbst, zu deren wichtigsten Reformern Kofi Annan zählt, hat er stets Augenmaß und Sinn für das Mögliche bewiesen.

Nicht zuletzt hat sich Annan auch immer für den Dialog eingesetzt - den Dialog zwischen allen Nationen, Kulturen und Zivilisationen sowie den Dialog innerhalb der Nationen, Kulturen und Zivilisationen - ohne den, wie er erst im August in Salzburg gesagt hat, kein dauerhafter Friede möglich ist", so die Außenministerin.

Als Mitglied der Vereinten Nationen seit 1955 und als Sitzstaat nimmt Österreich an der Entwicklung und Tätigkeit der Weltorganisation sehr regen Anteil. Die Verleihung des Friedensnobelpreises wird von Österreich daher auch als besonderes Zeichen in Zeiten gewürdigt, in denen die Vereinten Nationen vor großen neuen Herausforderungen stehen.

Nach dem Ende des Kalten Krieges ist es den Vereinten Nationen möglich geworden, ihre Aufgaben in umfassenderer Weise wahrzunehmen als zuvor. Heute steht die Organisation in den globalen Bemühungen um Frieden und Sicherheit, wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung an vorderster Stelle. Wie das Nobelkomitee festgestellt hat, führt der einzige verhandelbare Weg zu Weltfrieden und globaler Kooperation über die Vereinten Nationen.

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