BESUCH AUS DER NORDIRAKISCHEN REGION KURDISTAN Ministerin Nasreen Sideek wirbt um Entwicklungshilfe

Wien (PK) - Die Ministerin für Wiederaufbau und Entwicklung der Regionalregierung Kurdistans im Nordirak, Nasreen Mustafa Sideek, besuchte heute das Parlament und wurde von der Vorsitzenden des Unterausschusses für Entwicklungspolitik, Abgeordneter Inge Jäger, willkommen geheißen und zu einem Gespräch mit den Abgeordneten Matthias Ellmauer (V) und Elisabeth Hlavac (S) sowie mit Bundesrat John Gudenus (F) gebeten.

Einleitend berichtete Ministerin Sideek von den Bemühungen der kurdischen Regionalregierung, die regionale Autonomie der Kurden durch den Aufbau von Institutionen auszugestalten, die Dörfer und Städte wieder aufzubauen und die wirtschaftliche sowie soziale Entwicklung voranzutreiben. Ihre Regierung will alle christlichen und moslemischen Gruppen innerhalb Kurdistans einbeziehen und mit allen Nachbarn im Frieden zu leben, betonte Sideek. Auf diesbezügliche Fragen der Abgeordneten führte die kurdische Politikerin aus, das die Sanktionen gegen den Irak auch die Kurden treffen und warb um Hilfe von Seiten Österreichs und der Europäischen Union. Zwar funktioniere das Programm "Oil for Food" in Kurdistan, die Region brauche aber nicht nur Lebensmittel, sondern darüber hinaus auch Unterstützungen für ihre Entwicklungsprojekte in der Elektrizitätswirtschaft, der Agrarindustrie und der Bauwirtschaft sowie im Gesundheits- und Schulwesen. Diese Hilfe sei notwendig, um die Region Kurdistan zu stabilisieren, argumentierte Nasreen Sideek. Abschließend lud Ministerin Sideek ihre österreichischen Gesprächspartner zu einem Besuch der Region Kurdistan ein und sprach sich für regelmäßige Kontakte aus. (Schluss)

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