Mogelpackung Vergnügungssteuer "Tanz"

Wien (OTS) - Als Organisator von Tanzveranstaltungen und Vorsitzender der Berufsgruppe Organisation von öffentlichen Veranstaltungen im Freien Wirtschaftsverband Wien war ich gemeinsam mit einigen Veranstaltern aus der Clubbing-Szene zu den Gesprächen eingeladen.

Den Änderungsvorschlag des Herrn Stadtrat Dr. Rieder als "Untertstützung" für die Wiener Veranstalter und Gastronomiebetriebe auf Grund des Brandes der Sophiensäle zu missbrauchen, ist wirklich bedauerlich.

Der Änderungsvorschlag wurde wohlwollend zu Kenntnis genommen, da zumindest für einen Teil der Wiener Unternehmer, die mit ihren Clubs und Events die tägliche Vielfalt in Wien - egal ob Clubbing oder traditioneller 5-Uhr Tanztee - gewährleisten, die steuerliche Belastung gesenkt wird.

Der Steuertatbestand "Publikumstanz" ist im derzeitigen Gesetz nicht definiert und bleibt auch zukünftig ohne Definition, wird derzeit und weiterhin unterschiedlich, willkürlich ausgelegt und durch Selbstbemessung der Abgabenpflichtigen besteuert. Gleichheitswidrige Beispiele gibt es bei Tanzveranstaltungen und sonstigen Veranstaltungen (unter diese fallen zb. Donauinselfest, Wiener Stadtfest, Silvesterpfad oder auch Konzerte, bei denen üblicherweise in den Stehplatzbereichen getanzt wird) in Wien seit Jahren genug.

Entweder gibt es einen Steuertatbestand "Publikumstanz" und es sind alle Unternehmer und Veranstalter bei Erfüllung des Tatbestandes bei ALLEN Veranstaltungen (egal ob Tanzveranstaltung oder sonstige Veranstaltung) steuerpflichtig, oder keiner!

Tanz ist eine der ältesten menschlichen Lebensäußerungen. Musik und Tanz sind untrennbar miteinander verbunden. Im Sinne einer modernen Freizeitwirtschaft ist der Steuertatbestand "Publikumstanz" sowie viele andere Steuertatbestände im derzeitigen Vergnügungssteuergesetz überhaupt generell rasch in Frage zu stellen.

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Christoph Neuer
Swingtime Entertainment
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