ÖH sieht sich in Protest bestätigt

ÖVP-Amon fordert in Aussendung "Ausweitung die Studienbeiträge"

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) sieht ihre schlimmsten Befürchtungen bezüglich der sozialen Selektion im Bildungsbereich durch die Bundesregierung bestätigt. ÖVP-Nationalratsabgeordneter Werner Amon hat heute in einer Aussendung bereits eine "Ausweitung die Studienbeiträge" gefordert. Anstatt sich also über bildungspolitische Konzepte Gedanken zu machen und die ÖH in die Diskussion mit einzubeziehen, scheint sich die ÖVP darauf zu beschränken, die Barrieren für den Universitätszugang immer weiter hinaufzusetzen.

ÖH-Vorsitzende Weinberger: "Einerseits die Proteste der Studierenden zu kritisieren und im selben Atemzug die Erhöhung der Studiengebühren zu fordern, ist nur noch zynisch. Wir sehen uns in unseren Protesten bestätigt und sind nicht bereit, diese Drohung kampflos hinzunehmen. Offensichtlich will Amon mit derartigen Ankündigungen besonders jene vom Studium abhalten, die jetzt noch bemüht sind, die 5.000 Schilling zusammenzukratzen. Amon droht unverhohlen, dass sie es sich in ein paar Semestern ohnehin nicht mehr leisten können und es deshalb gleich sein lassen sollen."

Andrea Mautz, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, ergänzt: "Herr Amon sollte die Zeit, die er dafür verwendet, den Studierenden Destruktivität vorzuwerfen, lieber dafür verwenden, sich mit unseren Forderungen und Standpunkten auseinanderzusetzen. Wir haben von ihm bisher wenig zu unserem Einwurf der demokratischen Autonomie und der Wiederherstellung des freien Hochschulzuganges gehört. Stattdessen beschäftigt er sich schon mit dem Gedanken, die Studiengebühren auszuweiten."

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