Ortschef kann Schließung verhindern!

Bei Postamtschließungen sind nun ÖVP- und SPÖ-Bürgermeister am Zug

St. Pölten (OTS) - Es sei völlig unverständlich, warum gerade die Landespolitiker von ÖVP und SPÖ ein derart lautes Wehgeschrei anstimmten, schließlich seien es ihre Personalvertreter gewesen, die sich nicht gegen die drohende Schließung von 200 Postämtern allein in Niederösterreich gestemmt hätten, erklärte heute die freiheitliche Klubobfrau im NÖ Landtag, Barbara Rosenkranz. Und solange es keine neue Postuniversalverordnung gebe, die den Mindeststandard des Bedarfs regelt, dürften Postämter nur mit dem Einverständnis des jeweiligen Bürgermeisters geschlossen werden, betonte Rosenkranz. Dies habe Ministerin Forstinger klar zum Ausdruck gebracht. "Und bis auf wenige Ausnahmen gehören die niederösterreichischen Bürgermeister der ÖVP und SPÖ an!", stellte die FP-Politikerin klar.****

Für jede Grundversorgung einer Gemeinde sei das Postamt als nicht unwesentlicher Kommunikationsstandort höchst notwendig, Schließungen würden einen weiteren Schritt zur Aushungerung des ländlichen Raums bedeuten und somit verstärkt zur Landflucht beitragen, so Rosenkranz. Die freiheitliche Klubchefin sprach sich daher nachhaltig gegen eine ersatzlose Schließung von Postämtern aus, weil im besonderen bei Infrastrukturmaßnahmen nicht nur wirtschaftliche Aspekte, sondern auch Fragen der Lebensqualität entscheidend sein müßten. "Viele Menschen besitzen weder Faxgerät noch Computer, wie sollen sie ohne Postamt Briefe versenden oder Pakete erhalten!", betonte Rosenkranz. In Ausnahmefällen könnten jedoch gewisse Agenden der Post vom Greißler erledigt werden. Das müsse jedoch vertraglich längerfristig garantiert werden, schloß die freiheitliche Klubobfrau.

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