Schwemlein fordert Neuorientierung im Tourismussektor

"Kleinbetriebe sind massiv gefährdet" - Kooperation statt Konkurrenz

Wien (SK) "Wie am Beispiel Wien klar erkennbar ist, profitiert durch den Ausbau des Freizeitangebots für Einheimische die Tourismusstruktur der Stadt. Das Angebot wird von Einheimischen wie von Touristen in Anspruch genommen", stellt SPÖ-Tourismussprecher, Emmerich Schwemlein, die positive Tourismusentwicklung Wiens der letzten Jahre dar. Auch in ländlichen Regionen sei die "Erhaltung gegebener Strukturen mit neuen Inputs unumgänglich", fordert der SPÖ-Abgeordnete eine Neuorientierung auf dem österreichischen Freizeit- und Tourismussektor. ****

Schwemlein betont, dass Klein- und Kleinstbetriebe sowie private Zimmervermieter Bestandteil ländlicher Tourismusstrukturen seien und somit auch den Charakter einer Region prägen. Durch die aktuelle Entwicklung sieht der SP-Abgeordnete diese, meist familiär geführten Betriebsstrukturen massiv gefährdet. Setze sich der Trend fort, würden einzelne "Leitbetriebe" in den Regionen sehr bald "Alleinbetriebe" werden, betont Schwemlein die unabwendbare Folge des vorherrschenden Konkurrenzverhaltens unter den Betrieben in den Regionen. Die einzige Chance sieht der SPÖ-Tourismussprecher in der Kooperation. "Klein- und Kleinstbetriebe sowie private Zimmervermieter können so in ihrer Eigenart erhalten bleiben und ihren Beitrag zur Belebung des Freizeit- und Tourismussektors beitragen", betont Schwemlein am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

"Wesentlicher Ansatz wäre, die Strukturen und das Umfeld wieder an Attraktivität gewinnen zu lassen. Denn die Leute wollen auch in einer kräfteraubenden Branche wie dem Hotel- und Gastgewerbe arbeiten, doch nicht um jeden Preis", setzt Schwemlein fort. Dies zeige sich deutlich an den Problemen, vor allem der Familienbetriebe, die Nachfolgegeneration für die Übernahme der Betriebe zu gewinnen. Bestausgebildete MitarbeiterInnen gingen der heimischen Wirtschaft durch Abwanderung verloren. Auslandsaufenthalte als Zusatz zur Ausbildung und Erweiterung des Erfahrungsschatzes seien absolut begrüßenswert. Jedoch gelte es, die jungen Leute zurückzugewinnen. Attraktive Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz würden das Problem der Nachbesetzung von Arbeitsplätzen im Hotel- und Gastgewerbe sehr rasch relativieren. Dass Handlungsbedarf bestünde, unterstreiche, so Schwemlein, folgende Tatsache: Im Jahr 2000 wechselten 96 Prozent der Hotel- und Gastgewerbebeschäftigten ihren Arbeitsplatz. (Schluss) wf/mm

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