Bartenstein begleitet Bundespräsidenten zu Staatsbesuch nach Saudi-Arabien

Aktuelle weltpolitische Lage soll Ausbau der

Wien (BMWA-OTS) - Wirtschaftsbeziehungen nicht behindern - Weiterreise nach Syrien

Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr.
Martin Bartenstein begleitet Bundespräsident Dr. Thomas Klestil vom 14. bis 17. Oktober zu einem Staatsbesuch in das Königreich Saudi-Arabien. An dem schon lange geplanten Staatsbesuch ist eine Wirtschaftsdelegation, der auch Wirtschaftskammerpräsident Dr. Christoph Leitl angehört, beteiligt. Trotz der angespannten weltpolitischen Lage sollten die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen weiter ausgebaut werden können, zumal die saudi-arabische Wirtschaft praktisch ungestört weiter läuft, ist Bartenstein zuversichtlich. ****

Bartenstein wird während seines Besuches mit dem Minister für Finanzen und Nationale Wirtschaft, dem Handelsminister, dem Ölminister, dem Minister für Industrie und Elektrizität, dem Transportminister sowie den Präsidenten der Handels- und Industriekammern von Jeddah und Riyadh Gespräche führen und in den Handelskammern Riyadh und Jeddah Vorträge vor hochrangigen saudischen Geschäftsleuten halten. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen bilaterale Wirtschaftsfragen und Möglichkeiten einer verstärkten wirtschaftlichen Kooperation. Dabei geht es auch um weitere Schritte zu einem baldigen Abschluss eines Freihandelsabkommens zwischen den Staaten des Golfkooperationsrates und der EU. Schließlich beabsichtigt Bartenstein einen Gedankenaustausch über Fragen des Welthandels im Hinblick auf die bevorstehende WTO- Ministerkonferenz in Doha vom 9.-13. November. Saudi-Arabien hat 1993 den Beitrittsantrag zur WTO gestellt.

Handelsdaten

Saudi-Arabien ist der wichtigste Exportmarkt im Arabischen Raum für österreichische Unternehmen mit Ausfuhren im Wert von rund 2,2 Milliarden Schilling (160 Millionen Euro) im Jahr 2000 sowie rund 1,2 Milliarden Schilling (87 Millionen Euro) im ersten Halbjahr 2001. Die Einfuhren hatten im Jahr 2000 einen Wert von rund 1,8 Milliarden Schilling (131 Millionen Euro) bzw. von rund 750 Millionen Schilling (55 Millionen Euro) in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres. Der bilaterale Außenhandel ist somit durch ein Handelsbilanzaktivum gekennzeichnet.

Die Hauptexportprodukte Österreichs sind PKW, Holz, Arzneiwaren, LKW, Medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse sowie Papier und Pappe, während die österreichischen Importe zu rd. 70% aus Erdöl bestehen.

Syrien: Hoffnungsmarkt im Nahen Osten

Im Anschluss an den Staatsbesuch in Saudi Arabien legt Bartenstein einen Zwischenstopp in der syrischen Hauptstadt Damaskus ein und wird bei dieser Gelegenheit ein Arbeitsgespräch mit seinem syrischen Amtskollegen Dr. Mohamed Al-Imadi über die Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen führen. Österreich zeigt in diesem Zusammenhang großes Interesse am raschen Abschluss eines bilateralen Investitionsschutzabkommens

Im ersten Halbjahr 2001 hatten die österreichischen Exporte nach Syrien einen Wert von 172,6 Millionen Schilling (12,5 Millionen Euro) und damit gegenüber der ersten Hälfte des Vorjahres um 19,5 % zugenommen. Der Wert der Importe belief sich auf 1,69 Milliarden Schilling (123 Millionen Euro) und stieg somit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 150,9 %. Die wichtigsten Exportgüter waren Spezialmaschinen, Rohre und Profile aus Eisen bzw. Stahl sowie Papier und Pappe. Bei den Importen lag Rohöl mit weitem Abstand an 1. Stelle, weiters wurden noch Düngemittel sowie Baumwolle aus Syrien eingeführt.

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