Keine Euro-bedingten Preiserhöhungen im Nahrungsmittelbereich

Mitterlehner: Anstieg um 2,9 % in den ersten acht Monaten eindeutig durch Sonderfaktoren wie BSE-Krise bedingt

Wien (PWK730) - Die Preise bei Nahrungsmitteln im Verbraucherpreisindex sind laut Statistik Austria heuer in den ersten acht Monaten im Verhältnis zur Vorjahresperiode um 2,9 % gestiegen. "Hauptverantwortlich für diese leichte Erhöhung waren vor allem Sondersituationen in den Bereichen Fleisch, Mehl und Milch. Die Umstellung auf Euro-Preise hatte auf den Anstieg keinen Einfluss", gab WKÖ-Generalsekretärstellvertreter Reinhold Mitterlehner die neuesten Untersuchungsergebnisse der statistischen sowie der wirtschaftspolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich bekannt.

Bei Fleisch ist aufgrund der BSE-Krise die Nachfrage nach österreichischem Schweinefleisch und nach BSE-freiem österreichischen Rindfleisch stark angestiegen, was zu einer Erhöhung der Produktionspreise bei den Bauern führte. "Diese Preiserhöhungen schlugen selbstverständlich im Verarbeitungsbereich durch und wurden vom Handel teilweise an die Konsumenten weitergegeben", so Mitterlehner. Sie bewegen sich im Vorjahresabstand zwischen 10,9 % bei Schweinsschnitzel und 14,8 % beim Bauchfleisch.

Im Bereich Mehl und Backwaren sind die höchsten Preissteigerungen bei Weizenmehl (+8,5 %), Mischbrot (+6,4 %) und Semmeln (+5,8 %) zu verzeichnen, welche auf gestiegene Preise des Verpackungsmaterials, höhere Logistikkosten und Rohstoffpreise zurückzuführen sind. Bei Milch (+5,2 %) und Milchprodukten stiegen die Preise aufgrund von Engpässen in den österreichischen Molkereien an, ausgelöst durch die hohe Nachfrage aus Bayern und Italien.

"Abgesehen von den Saisonwaren veränderten sich alle anderen Lebensmittelpreise von Jänner bis August im Vergleich zum Vorjahr zwischen -5,4 % und +5,2 %, was den üblichen Veränderungen entspricht", berichtet Mitterlehner. Auch die Preise in den Gasthäusern, Restaurants und Schnellimbissläden veränderten sich in der Erhebungsperiode durchwegs "normal", nämlich zwischen 0 und 7 %. Auch hier könne man keineswegs von Euro-bedingten Rundungsgewinnen sprechen, da im Gastronomiebereich die gestiegenen Fleisch-, Mehl-und Milchpreise ohnehin nur zu einem geringen Teil an die Gäste weitergegeben wurden, stellt der Generalsekretär klar. (Ne)

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