Seniorenvertreter beim Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel!

Wien (OTS) - Heute informierte Bundesobmann Stefan Knafl das Präsidium des Österreichischen Seniorenbundes über die Vorsprache des Präsidiums des Österreichischen Seniorenrates bei Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel, welche am Mittwoch, dem 10.10.2001, im Bundeskanzleramt stattfand.

Die Vertreter des Österreichischen Seniorenrates überreichten dem Herrn Bundeskanzler die von den Delegierten der Vollversammlung am 3.10.2001 beschlossenen Anträge.

In einem längeren Gespräch wurden die Auswirkungen der Ambulanzgebühr, die Unfallrentenbesteuerung, die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung, insbesondere aber die Pensionsanpassung für das Jahr 2002 behandelt.

Die Interessenvertretung der Pensionisten Österreichs, der Österreichische Seniorenrat, fordert für das Jahr 2002 die Abgeltung der Inflation, welche für den gesetzlich festgelegten Zeitraum, 1.8.2000 - 31.7.2001, 2,9 % betrug.

Bundeskanzler Schüssel erklärte, dass im Budget 2002 4,9 Mrd. Schilling für die Pensionsanpassung veranschlagt sind, der Wertausgleich in geforderter Höhe aber Mehrausgaben in Höhe von 3,9 Mrd. Schilling erfordert, welche im Bundesbudget nicht vorgesehen sind.

Der Bundeskanzler ist der Auffassung, dass dieser Betrag in voller Höhe nicht aufbringbar sein wird. Er verwies aber auf die notwendigen Verhandlungen mit den zuständigen Bundesministern Mag. Herbert Haupt und Mag. Karl-Heinz Grasser.

Bundesobmann Knafl teilte den Mitgliedern des Präsidiums auch mit, dass er dem Herrn Bundeskanzler vorgeschlagen hat, die gesetzliche Regelung für die Pensionsanpassung zu überdenken, denn wie es sich jetzt herausgestellt hat, können sich die weltpolitischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen so rasch ändern, dass eine flexiblere (politische) Regelung sowohl im Interesse des Staates, aber auch der Pensionisten wäre. Die jetzige Regelung ist für Pensionisten weder erklärbar noch nachvollziehbar.

Der Bundeskanzler wies in diesem Gespräch auch auf Möglichkeiten der Erfüllung von Punkten des Forderungspaketes des Österreichischen Seniorenrates hin, unter anderem auf die Verankerung des geforderten Diskriminierungsverbotes aufgrund des Alters in der Bundesverfassung, erklärte Bundesobmann Stefan Knafl abschließend.

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