Bleibende Engpässe der Straßeninfrastruktur

Veranstaltungsreihe zum Thema "Verkehrsinfrastruktur

Wien, (PWK 728) Die Bundessektion Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich hat
zusammen mit der Bundesvereinigung Logistik eine Veranstaltungsreihe zum Thema "Verkehrsinfrastruktur" ins Leben gerufen, deren erste Veranstaltung am Mittwoch abend stattgefunden hat. Dem Thema "Engpässe der Straßeninfrastruktur", den daraus resultierenden Folgekosten, Entwicklungstrends und Schlussfolgerungen für das in Arbeit befindliche Generalverkehrskonzept Österreich widmete sich Prof. DI Gerd Sammer, Vorstand des Instituts für Verkehrswesen der Universität für Bodenkultur Wien.

Die Trendentwicklung im Verkehr lasse in den nächsten 20 Jahren eine Zunahme von 43 % im Personenverkehr und 44 % im Straßengüterverkehr erwarten. Bereits jetzt sei absehbar, dass die im Rahmen des Generalverkehrswegeplans vorgesehenen Straßenbaumaßnahmen diese Nachfrage nicht bewältigen werden können.

Wie Prof. Sammer feststellte, sei es notwendig, über den Bereich des Infrastrukturausbaues hinaus nachhaltige Lösungen anzustreben. Neben der Angebotsverbesserung durch den Lückenschluss im hochrangigen Strassennetz seien Angebotsverbesserungen im öffentlichen Verkehrsmittelbereich, aber auch marktkonforme Steuerungsmechanismen wie beispielsweise eine bessere Internalisierung externer Kosten vorzunehmen.

Das Infrastrukturausbauprogramm des Generalverkehrswegeplans habe einer, auf wissenschaftlich fundierter Grundlage erarbeiteten und nachvollziehbaren Prioritätenreihung zu folgen. Das dem Generalverkehrswegeplan zugrunde liegende verkehrspolitische Leitbild soll - neben den bereits vorgesehenen Zeitvorgaben und dem Finanzierungsrahmen - auch verkehrspolitische Maßnahmen beinhalten, die einerseits mit der Verkehrspolitik der EU (Grünbuch) akkordiert sind, andererseits auch einen Bezug zu politischen Zielvorgaben anderer Bereiche (Kyoto-Vereinbarung, nationaler Umweltplan, Raumordnungskonzepte usw.) haben. (hp)

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