Schwarzböck: Dürre-Hilfe aus Katastrophenfonds endlich auszahlen

Konsumenten können heimischen Weg der Lebensmittelsicherheit sichern

Wien, 11. Oktober 2001 (AIZ). - "Die Rinderbauern, vor allem im Osten und Süden Österreichs, erlitten heuer durch die Trockenheit massive Ernteeinbußen und mussten damit nach der BSE-Krise neuerlich schwere Einkommensverluste hinnehmen. Denn die Rinderpreise in Österreich sind wegen BSE, das es in Österreich nach wie vor nicht gibt, stark gefallen und haben sich seither nicht mehr erholt. Die Bauernvertretung hat daher Finanzminister Grasser wiederholt aufgefordert, diesen durch die Dürre doppelt betroffenen Bauern rasch zu helfen. Doch bis heute gibt es keinerlei positive Signale vom Finanzminister, den Katastrophenfonds für die Trockenheits-Entschädigung zu öffnen. Es ist daher höchste Zeit, dass die Betroffenen rasch Unterstützung aus dem Katastrophenfonds erhalten. Hier ist Grasser säumig. Wir fordern daher den Finanzminister neuerlich auf, endlich alle nötigen Schritte zu setzen, damit umgehend, wie schon 1992 und 2000, Hilfsgelder ausgezahlt werden können", stellte heute der Vorsitzende der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Rudolf Schwarzböck, fest. ****

"Die österreichischen Konsumenten wollen bei Lebensmitteln Sicherheit, Qualität, Vielfalt und eine ökologisch nachhaltige und naturnahe Produktion. Gleichzeitig spricht sich, wie Umfragen beweisen, ein Großteil der Bevölkerung für eine flächendeckende bäuerliche Landwirtschaft aus, die zahlreiche Funktionen erfüllt. Im gleichen Ausmaß, wie diese Form der Landbewirtschaftung in der Gesellschaft Unterstützung findet, wird der Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen im Agrarbereich abgelehnt. Die heimischen Bauern kommen diesen Ansprüchen der Gesellschaft gerne nach. Immerhin arbeiten sie schon lange nach den Prinzipien einer multifunktionellen und nachhaltigen Landbewirtschaftung. Allerdings müssen die Anstrengungen auch auf dem Markt ihren Widerhall finden. Ich appelliere daher an die Verbraucher, durch ihre Kaufentscheidung 'Ja' zur heimischen Produktion und somit 'Ja' zum wirtschaftlichen Erfolg der heimischen Landwirtschaft zu sagen", so Schwarzböck.

So habe man in Österreich bereits vor dem EU-Beitritt ein eigenes Programm zur Förderung einer umweltschonenden Produktion entwickelt. Dieser Weg sei nach dem Beitritt konsequent fortgesetzt worden. "Mittlerweile werden mehr als 90 % der agrarisch genutzten Fläche nach dem bestehenden Umweltprogramm ÖPUL bewirtschaftet. Der biologische Landbau ist Teil und gleichzeitig Spitzenreiter dieser Entwicklung. Beinahe jeder zehnte österreichische Bauer ist Biobauer. Mit diesem hohen Anteil ist unser Land führend in der EU. Die österreichische Landwirtschaft ist bereit, diesen Weg in Zusammenarbeit mit den Verarbeitungsbetrieben und dem Handel konsequent weiterzugehen", lud Schwarzböck abschließend zur Partnerschaft mit den Bauern ein.
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