ÖAMTC: Protest gegen Schikane auf der Rossauer Lände

Nein zur Staupolitik eines Bezirks auf Kosten tausender Autofahrer

Wien (ÖAMTC-Presse) - Der ÖAMTC protestiert mit Nachdruck gegen die von Alsergrund-Bezirksvorsteher Hans Benke geplante Verengung der Rossauer Lände im neunten Wiener Gemeindebezirk, die nächste Woche in Kraft treten soll. Der linke Fahrstreifen, der derzeit nur Nachts verparkt werden darf, soll ab diesem Zeitpunkt den ganzen Tag als Parkplatz zur Verfügung stehen. Der ÖAMTC befürchtet nicht nur zusätzliche Staus, sondern hat auch schwerwiegende Bedenken aus Gründen der Verkehrssicherheit. In einem aktuellen Protestschreiben an Bürgermeister Häupl, Stadtrat Schicker und Verkehrsministerin Forstinger, führt ÖAMTC-Generalsekretär Hans Peter Halouska die wichtigsten Argumente aus, warum die geplante Maßnahme abgelehnt werden muss:

* Keine zusätzlichen Staus; Kein Floriani-Prinzip
Der jetzt schon täglich auf der Rossauer Lände zu beobachtende Stau wird sich noch verschlimmern. Die Verdrängung des Verkehrs auf andere, ohnedies schon hochbelastete Straßen, wie z.B. den Gürtel, aber auch auf das untergeordnete Straßennetz im neunten Bezirk, belastet nicht nur Autofahrer, sondern die gesamte Wohnbevölkerung und kann nicht akzeptiert werden.

* Keine lokalen verkehrspolitischen Einzelgänge
Am Beispiel Rossauer Lände stellt sich grundsätzlich die Frage, inwieweit lokale Einzelgänge übergeordnete Verkehrsinteressen der Stadt, beziehungsweise eines gesamten Einzugsgebietes, beeinträchtigen dürfen. Bei der Rossauer Lände handelt es sich um eine Bundesstraße, deren Umgestaltung letztendlich von der gesamten Wiener Stadtregierung zu verantworten ist.

* Keine Experimente auf dem Rücken der Bürger
Für die Berechung der Leistungsfähigkeit von Straßenzügen und die zu erwartende Verlagerungseffekte bedarf es keiner Experimente auf dem Rücken tausender betroffener Autofahrer und Anrainer. Dazu gibt es ausgereifte Simulationsmodelle. Der ÖAMTC fordert, von verkehrspolitischen Experimenten auf Kosten der BürgerInnen Abstand zu nehmen.

ÖAMTC-Generalsekretär Hans Peter Halouska in seinem Protestschreiben:
"In Wien wird, das sei ausdrücklich anerkannt, sehr viel für die Verkehrssicherheit und die Staubekämpfung getan. Soll das Vertrauen der Bürger in diese bisher erfolgreiche Verkehrspolitik nun durch eine geradezu als Provokation empfundene Maßnahme wieder zunichte gemacht werden?"

Abschließend hofft der Club, dass die für morgen, Freitag, anberaumte Sitzung der Fachkommission Verkehr zum Ergebnis kommt, von dieser äußerst umstrittenen Maßnahme Abstand zu nehmen.

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ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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