Arabischer Raum ist Hoffnungsmarkt für Österreich

WKÖ-Präsident Leitl begleitet Bundespräsident Klestil mit einer Wirtschaftsdelegation nach Riyadh und Jeddah - Reise ist wichtiger Meilenstein der WKÖ-Exportinitiative

Wien (PWK725) - Saudi-Arabien verfügt über ein großes Potential für den Absatz österreichischer Waren und Dienstleistungen. "Dieses ist noch bei weitem nicht ausgeschöpft", blickt Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, optimistisch in die Zukunft und ruft die Unternehmen auf, sich von der zur Zeit herrschenden Verunsicherung nicht abschrecken zu lassen. "Die saudiarabische Wirtschaft läuft trotz jüngster weltpolitischer Ereignisse praktisch ungestört weiter." Das Land sei unter der Führung von Kronprinz Abdullah dabei, sich stärker der Außenwelt zu öffnen, Strukturverbesserungsprojekte zu realisieren und die Liberalisierung, zum Teil auch die Privatisierung der Wirtschaft voranzutreiben. "In Saudi-Arabien werden in den nächsten Jahren viele Milliarden investiert und österreichische Firmen haben gute Chancen vorne mit dabei zu sein", zeigt sich Leitl überzeugt.

Eine spezielle Chance für österreichische Exporteure, in der Golfregion Fuß zu fassen, bietet sich durch den Staatsbesuch von Bundespräsident Thomas Klestil von 14. bis 17. Oktober nach Saudi-Arabien. "Bis jetzt hatte jede Reise des Herrn Bundespräsidenten mit einer Wirtschaftsdelegation positive Auswirkungen auf das österreichische Exportgeschäft", erklärt Leitl, der die Wirtschaftsdelegation im Rahmen des Staatsbesuchs leitet. "Die Exporte in die letzten Reiseziele stiegen heuer im ersten Halbjahr nach Russland um 33 % und nach China um 57 %." Daher werden auch nun wieder große Erwartungen in die Fähigkeiten Klestils gesetzt Türen für die heimische Wirtschaft zu öffnen. Leitl hofft, dass insbesondere auch österreichische Mittelbetriebe mit speziellem Know-how, zB in der Informations- oder Umwelttechnologie, die sich bietenden Chancen nützen werden.

Österreich, das durch WKÖ-Außenhandelsstellen in Riyadh und Jeddah vertreten ist, war in dem Königreich schon in den letzten Jahren besonders aktiv - eine Mühe, die sich nun bezahlt macht: im ersten Halbjahr 2001 sind die Exporte nach Saudi-Arabien, dem wichtigsten österreichischen Exportmarkt im arabischen Raum, um 20 % auf 1,2 Mrd Schilling gestiegen. Für das Gesamtjahr erwartet Leitl ein Exportvolumen von rund 2,5 Mrd Schilling und eine stark positive Handelsbilanz.

Die Hitliste der in Saudi-Arabien meistgefragten österreichischen Produkte reicht von Kraftfahrzeugen und Maschinen über Holz, Arzneiwaren, Rohre und Papier bis hin zu Fruchtsäften und Energy Drinks. Zahlreiche projektierte Luxushotels und positive Entwicklungen in der lokalen Nahrungsmittel-, Kunststoff-, chemischen und Textilindustrie sowie bei den Maschinenherstellern bieten vielversprechende Marktchancen für österreichische Lieferanten. Hohe öffentliche Investitionen sind in der Petrochemie, am Gassektor sowie im Energie-, Wasser- und Abwasserbereich geplant. (Ne)

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