Baustelle Lainzer Tunnel: Aushub-Transport nur per LKW möglich

Wiener Baudirektor ist am Mittwoch bei einem Lokalaugenschein diversen Bürgerbeschwerden nachgegangen

Wien, (OTS) Massive Beschwerden seitens der Anrainer über die verstärkte LKW-Abfuhr und den damit einhergehenden Beeinträchtigungen bei der Baustelle Lainzer Tunnel haben den Wiener Stadtbaudirektor Dipl.-Ing. Gerhard Weber bewogen, sich über die örtlichen Gegebenheiten persönlich zu informieren und sich über die mit der HLAG (Eisenbahn-Hochleistungs AG) vereinbarten Vorgangsweise vor Ort zu überzeugen. Nachschau zu halten.

Beim gemeinsamen Lokalaugenschein mit dem zuständigen Projektleiter der HLAG, stellte sich heraus, dass wegen der extrem ungünstigen geologischen Verhältnisse, die nicht vorhersehbar waren, die über den derzeitigen Tunnelvortrieb geplante Bahnverladestelle aus Sicherheitsgründen erst nach Fertigstellung dieses Tunnelbereiches, Ende dieses Jahres, errichtet werden kann. Baudirektor Weber stellte aber gegenüber der Rathauskorrespondenz fest: "Trotz dieser ungeplanten LKW-Abfuhr des Aushubmaterials wird die Vereinbarung zwischen der Stadt Wien und der HLAG, zumindest die Hälfte des gesamten Aushubmaterials per Bahn weg zu führen, eingehalten.

Ab dem neuen Jahr kann wieder der Bahntransport aufgenommen werden

Weber betonte gegenüber der Rathauskorrespondenz, er bedauere die durch den Bau des Lainzer Tunnels unvermeidbaren Beeinträchtigungen für die Anrainer. Er werde die HLAG darauf drängen, diese so gering wie möglich zu halten. Dabei wird Weber einen besonderen Wert drauf legen, dass bei den LKW-Transporten die Straßenverkehrsordnung eingehalten werde und auch die Transportwege, wenn erforderlich, zusätzlich gereinigt werden. Zudem kündigte er unangemeldete Kontrollen durch den mobilen Prüfzug der MA 46 (Verkehrsorganisation) an.

Insgesamt werden in diesem Bereich 1,2 Millionen Kubikmeter Aushub bis Herbst 2003 abtransportiert

Der Abschnitt "Westbereich" ist ca. drei ein halb Kilometer lang. Seitens der Baudirektion wird hinsichtlich einer möglichst umweltschonenden Abfuhr darauf hingewiesen, dass künftig ein Teil des Tunnelaushubs im Bereich Wolf in der Au von der Abbaustelle bis zur Bahnverladestelle unterirdisch befördert werden könne, wodurch die Beeinträchtigung an der Oberfläche vermindert würden. Seit Beginn der Arbeiten im Mai 2000 sind 140 000 Kubikmeter Aushubmaterial per Bahn und 145 000 per LKW abtransportiert worden (Schluss) hl

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