Freilandhaltung für Legehühner

VIER PFOTEN-Appell an verantwortliche Landespolitiker/innen

Wien (OTS) - Anlässlich des Welt-Ei-Tags am 12. Oktober, der von der "International Egg Commission" vor über zehn Jahren ins Leben gerufen wurde, fordert die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN eine tiergerechte Freilandhaltung für Legehühner in ganz Österreich.

Während in Wien, Tirol, Vorarlberg, Salzburg und Kärnten die Käfighaltung von Legehennen bereits verboten wurde, sind die Landesregierungen von Niederösterreich, Oberösterreich, dem Burgenland und der Steiermark nach wie vor dazu aufgerufen, endlich dem Positivbeispiel der anderen zu folgen. Gerade jetzt - im Zuge der 1999 in Brüssel beschlossenen Richtlinie zum Schutz von Legehennen, die bis Jahresende in die nationale Gesetzgebung aufzunehmen ist -ist der Zeitpunkt gekommen, die Käfighaltung von Hühnern auch in Österreich endgültig auslaufen zu lassen.

Spätestens ab 2012 muss den Hühnern EU-weit zusätzlicher Raum von 150 Quadratzentimetern zur Verfügung stehen (in Summe ohnedies nicht mehr als die Größe einer A4-Seite), ebenso ein Nest und auch Sitzstangen, was das Ende für die herkömmlichen Legebatterien bedeutet. Derzeit leben in den EU-Mitgliedsstaaten etwa 300 Millionen Legehennen, von denen über neunzig Prozent in licht- und fensterlosen Hallen sowie bei unerträglichem Gestank vor sich hin vegetieren. Drahtkäfig reiht sich an Drahtkäfig, wobei in jeden einzelnen bis zu sechs Hühner gezwängt werden.

In der Schweiz wurden die Vorschriften für die Käfighühnerhaltung bereits vor zwanzig Jahren in ähnlicher Weise verschärft wie jetzt in der EU. "Dort hat sich der Weg über die so genannten ausgestalteten Käfige allerdings als Umweg erwiesen, auf dem viele Produzenten teures Lehrgeld bezahlen mussten", weiß VIER PFOTEN-Expertin Mona Naderer. Die neuen, teureren Käfige konnten sich in der Schweiz nicht etablieren, sodass es bei unseren Nachbarn seit mittlerweile zehn Jahren keine Käfigbatterien mehr gibt. "Daraus sollte Österreich -und auch die weiteren EU-Mitglieder - lernen und gleich von Beginn an auf eine Freilandhaltung mit ausreichend großen Auslaufflächen setzen", appelliert Naderer an die für die Umsetzung der EU-Richtlinie verantwortlichen Landespolitiker/innen.

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Attila M. Cerman
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