Verkehrssicherheitspreis 2001 geht an Aktion "Große helfen Kleinen"

Initiativen ausgezeichnet: von "Sicher zur Schule" bis "Anti-Collision-Slide"

Wien (OTS) - Jahr für Jahr engagieren sich Menschen für die Erhöhung der Verkehrssicherheit und setzen Initiativen für weniger Unfälle und damit auch für weniger Tote und Verletzte auf unseren Straßen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit würdigt diesen Einsatz mit der Verleihung der Verkehrssicherheitspreise. Die diesjährigen Preise werden heute, ab 14.15 Uhr, im Rahmen einer Galaveranstaltung im Ana Grand Hotel in Wien verliehen.

Überreicht werden die Preise von Bundesminister Dr. Ernst Strasser, KfV-Präsident Komm.-Rat Gen.-Dir. Herbert Fichta und KfV-Direktor Dr. Othmar Thann sowie Direktor Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Norbert Winker von der AUVA. "Mit der Verleihung der Verkehrssicherheitspreise möchten wir Menschen, die sich für Verkehrssicherheit einsetzen, ein Dankeschön aussprechen. Sie alle sind Mitstreiter, die entweder in ihrem Beruf über ihre eigentliche Aufgabe hinaus oder in ihrer Freizeit unentgeltlich Bewusstseinsbildung und Aufklärung betreiben. Wir können mit diesen Preisen leider nicht allen danken, und es ist auch jedes Jahr schwer, eine Wertung unter den eingereichten Projekten vorzunehmen. Doch sollen die Verkehrssicherheitspreise vor allem ein Zeichen dafür sein, dass Engagement für Verkehrssicherheit wahrgenommen wird", hält dazu KfV-Direktor Thann fest.

Der Hauptpreis geht heuer an die Aktion "Große helfen Kleinen" der Hauptschule Zirl. Bei dieser Aktion begleiten SchülerInnen der 3. und 4. Klasse Hauptschule in den ersten 14 Unterrichtstagen Kinder der 1. Volksschulklassen von ihrer Wohnung in die Volksschule. Das Ziel, den morgendlichen Zubringerverkehr zur Volksschule zu reduzieren, ist mit dieser Aktion gelungen. Thann: "Besonders freut es mich, dass mit der Aktion junge Menschen ihr Engagement für die Verkehrssicherheit unter Beweis stellen. Hier ist eine ganz besondere Vorbildwirkung gegeben und eine Bewusstseinsbildung schon in jungen Jahren."

Preise an Journalisten

Im Bereich "Elektronische Medien" gingen die Preise heuer an Harald Hornik vom ORF-Landesstudio Vorarlberg sowie an Mag. Walter Schneeberger und Mag. Bernd Berghofer vom ORF-Landesstudio Burgenland. Das Team mit und um Harald Hornik ruft jedes Jahr mit der Aktion "Sicher unterwegs mit Radio Vorarlberg" die HörerInnen auf, gefährliche Schulwege zu suchen und zu melden. Grundidee der Aktion "fair & sicher" im Burgenland war, die VerkehrsteilnehmerInnen durch Eigenmotivation und soziale Kontrolle zu animieren. Sensibilisiert wurden die Themen Tempo, Gurt und Alkohol.

Christoph Prantner vom "Standard" und Johann Palmisano von der Kärntner Krone sind die Preisträger im Bereich "Printmedien". Prantner wird für seine zahlreichen Beiträge zur Verkehrssicherheit, die sich vor allem durch umfangreiche Recherche und Exaktheit auszeichnen, geehrt, Palmisano wurde für seine Arbeit zur Aktion "Sicher zur Schule" ausgezeichnet, mit der Verkehrsfallen auf Schulwegen aufgezeigt werden.

"Training mit Handycap" Im Bereich "Persönlichkeiten" wird Edith Grünseis-Pacher für ihr "Training mit Handycap" ausgezeichnet. Dabei geht es um Fahrtechnikkurse, in denen Menschen mit einem Behinderungsprozentsatz von mindestens 50 % von einem psychologisch geschulten ÖAMTC-Fahrtechnikinstrukteur auf Extremsituationen im Straßenverkehr geschult werden.

Mit dem "Anti-Collision-Slide"-System - dafür nimmt Klaus Steinbauer einen Preis entgegen - wird die Aufprallenergie abgefangen, das Fahrzeug wird über das Hindernis abgelenkt und ein Frontalaufprall verhindert.

"Unfälle von kindlichen Fußgängern im Straßenverkehr" - diese Studie wurde im Bereich "Andere Institutionen" ausgezeichnet. Preisträger ist Dr. Michael E. Höllwarth. Für ein weiteres erfolgreiches Projekt zeichnet Ing. Günther Ertl verantwortlich - mit dem taktilen Leitsystem für neue Bahnsteige. Bisher gab es für blinde Menschen taktile Bodenleitsysteme größeren Umfangs nur in Graz und im Bereich der U-Bahnen in Wien.

Bei den "Bildungseinrichtungen" machten Markus Gronald und Helmut Novak von der HTBLA Klagenfurt mit einem "Elektronischen Wildwarnsystem" auf sich aufmerk-sam: Die Warnung der Aufofahrer erfolgt in gewohnter Weise durch ein Wildwarndreieck - mit dem Unterschied, dass der äußere rote Rand zu blinken beginnt, sobald sich Wild im Nahbereich der Fahrbahn befindet. (Schluss)

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