GPA-Sallmutter zu PV-Fusion: Kritik an Frad - Beschäftigte nicht verunsichern!

Zusammenlegung SV-Bauern und SV-Gewerbe wäre sinnvoller

Wien (GPA/ÖGB). "Als Vertreterin der 7.500 Beschäftigten in den Pensionsversicherungsanstalten wird sich die Gewerkschaft der Privatangestellten aktiv und konstruktiv in die Neugründung eines modernen und kundenorientierten PV-Trägers einbringen. Das Niveau der Kundenbetreuung war bislang schon hervorragend und ist durch Umfragen dokumentiert. Dieses Niveau gilt es zu erhalten und durch kreative Innovationen weiter auszubauen”, erklärt der Vorsitzende der GPA, Hans Sallmutter, zu den seit längerer Zeit bekannten und nun veröffentlichten Plänen zur Fusion der beiden Pensionsversicherungsanstalten PVAng und PVArb.++++

Unverständlich sei, dass dem Gewerkschafter und Hauptverbandspräsident Frad zu diesem Prozess nichts besseres einfällt als die Ankündigung von Beschäftigtenabbau. Gerade in einer Phase, in der man alle Beteiligten für ein solches Großprojekt und für die Weiterentwicklung der Kundenorientierung begeistern sollte, seien solche Botschaften verantwortungslos und führen zu Verunsicherung, so Sallmutter. Die GPA werde sich jedenfalls mit großem Engagement dafür einsetzen, dass die Interessen der Beschäftigten gewahrt bleiben und ist jederzeit auch zu Kampfmaßnahmen bereit.

Wenn schon die Notwendigkeit von Fusionen erkannt werde, dann hätte man die Einbeziehung der SV-Bauern mit jener der Gewerbetreibenden in den Fusionsprozess ins Auge fassen sollen. Beide Institute benötigen aufgrund ihrer Versichertenstruktur massive staatliche Zuschüsse, auch sei der Verwaltungsaufwand beträchtlich höher als in den Pensionsversicherungen der Arbeiter und Angestellten. Würde es den Verantwortungsträgern um rationale ökonomische Gründe gehen, so müssten sie längst diesen Schritt tun. "Offensichtlich ist das Absichern von politischen Machtpositionen in der Selbstverwaltung wichtiger als die moderne Ausrichtung der Sozialversicherung an den Interessen der Versicherten. Während sozialdemokratische Funktionäre und Betriebsräte Gestaltungsspielraum verlieren, werden VP-Bereiche nicht angetastet”, so der GPA-Vorsitzende.

Im Zusammenhang mit der 59. ASVG-Novelle warnt Sallmutter vor den Plänen der Regierung, mittels parlamentarischem Initiativantrag die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt aufzulösen und die Unfallversicherung in die Krankenversicherungen einzugliedern. "Dass dieses Vorhaben mehr als bedenklich ist, weiß wohl auch die Bundesregierung, sonst hätte sie es schon in die Novelle hineingeschrieben und damit einer Begutachtung zugänglich gemacht.” Sallmutter befürchtet in diesem Zusammenhang Personalabbau bei der AUVA und Verschlechterungen im Leistungsrecht der Unfallversicherung.

ÖGB, 11. Oktober 2001
Nr. 833

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