ÖGJ: Die Märchenstunde dieser Regierung ist vorbei

Das ewige Schönreden hilft den knapp 12.000 lehrstellensuchenden Jugendlichen nicht

Wien (ÖGJ). "Die Politik dieser Regierung ist eine Politik gegen die Jugend in unserem Land. Nicht nur dass StudentInnen zu Kasse gebeten werden, SchülerInnen abgewiesen und Lehrlinge mit massiven Verschlechterungen kämpfen müssen, stehen nun tausende Jugendliche ohne Lehrstelle da und die Regierung macht keinen Finger krumm", ist Albert Maringer, Bundesvorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), erzürnt.++++

"Es ist Mitte Oktober und noch immer wissen Tausende Jugendliche nicht wie ihre Zukunft in den nächsten Monaten aussehen wird. Dies ist bildungspolitischer Irrsinn", so Maringer weiter. Doch anstatt endlich Maßnahmen zu setzen, wird eifrig publiziert, dass es kein Lehrstellenproblem gibt und dies nicht ständig herbeigeredet werden soll. "Sehr geehrte Regierungsmitglieder: Erklären Sie das bitte den tausenden Jugendlichen, die verbissen versuchen ein Lehrstelle zu finden. Denn aus dem Alter, in dem sie gerne Märchen hören, sind diese Jugendliche bereits herausgewachsen", so der Bundesvorsitzende.

"6.321 lehrstellensuchende Jugendliche in Österreich - aber wir haben kein Lehrstellenproblem, 1.039 jugendliche ArbeitslosengeldbezieherInnen - aber wir haben kein Lehrstellenproblem in Österreich, 1.173 zu vermittelnde Jugendliche aus den Auffangnetzen aus den vergangenen Jahren - aber wir haben kein Lehrstellenproblem in Österreich und 2.913 Jugendliche, die sich in kurzfristigen Kursen und Schulungen befinden - aber wir haben kein Lehrstellenproblem in Österreich", so Maringer weiter. "Wir fordern die Regierung auf nicht länger die Realität zu verweigern und der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Denn diese Jugendlichen bekommen auch vom schönsten Märchen keine Möglichkeit auf Ausbildung." (aw)

ÖGB, 11. Oktober 2001
Nr. 834

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