ORF präsentiert TV-Programmhöhepunkte 2002 (6)

Weitere Programmhöhepunkte "TV-Kultur" und "Religion"

Wien (OTS) - Die "Kunst-Stücke" mit Andrea Schurian, jeden Donnerstagabend im ORF, sind Garant für innovatives und etwas anderes Kulturprogramm. Die zahlreichen Themenabende stoßen auf großes Interesse. Die Schwerpunktthemen 2002 in den "Kunst-Stücken" sind u. a.:
"Diagonale" - das nationale Festival des österreichischen Films mit der Vorstellung des Experimentalfilmprojekts, das die Diagonale-Preis-Gewinnerin von 2001, Kerstin Cmelka, extra für die "Kunst-Stücke" produziert hat.
Tanzwochen - der Treffpunkt der internationalen Tanz-Avantgarde im Wiener MuseumsQuartier. Die "Kunst-Stücke" zeigen die Höhepunkte. Cannes-Rolle - Wie jedes Jahr zeigen die "Kunst-Stücke" das Allerbeste aus der weltweiten Werbefilmproduktion: die Gewinner der Bronzenen, Silbernen und Goldenen Lions.
Ars Electronica - Die "Kunst-Stücke" berichten auch 2002 über und vom größten österreichischen Avantgarde- und Electronic-Festival. Viennale - Die "Kunst-Stücke" geben Einblick in das internationale Filmschaffen und Ausblicke auf die Zukunft des Mediums beim wichtigsten Filmfestival im Lande.

Eigenproduktionen in den "Kunst-Stücken"
Ein weiterer Höhepunkt der "Kunst-Stücke" ist 2002 auch die Eigenproduktion über "Frida Kahlo", die berühmte mexikanische Malerin, Ehegefährtin Diego Rivieras, Freundin Trotzkis und anderer bekannter Persönlichkeiten Mitte des 20. Jahrhunderts.
Das Projekt "Rampenfieber II" wird im nächsten Jahr fortgesetzt: Fünf weitere Jungstars aus Österreichs erfrischend innovativer, starker Kabarettszene gibt es ab Jänner 2002 zu sehen.

Spielfilm-Highlights in den "Kunst-Stücken"
"Mrs. Parker und ihr lasterhafter Kreis" - Robert Altmans wohl berühmtester "Schüler", Alan Rudolph, inszenierte dieses dichte Porträt der New Yorker Kunst- und Literaturwelt in den zwanziger Jahren.
"L. A. without a Map" - Der Bruder von Aki, Mika Kaurismäki, inszenierte diese etwas schräge, aber durchaus romantische Komödie um einen erfolglosen britischen Schriftsteller und Leichenbestatter, der als Fremdling in Los Angeles die Liebe einer angehenden Hollywood-Schauspielerin zu ergattern versucht.
"She's So Lovely" - Nach einem Drehbuch seines verstorbenen Vaters John inszenierte Nick Cassavetes dieses intensive, überragend gespielte Drama um eine ganz gewöhnliche Frau aus der Arbeiterklasse und den beiden Männern in ihrem Leben.
"Alles über meine Mutter" - Pedro Almodovars mehrfach ausgezeichnetes, bereits als Kultfilm gehandeltes Melodram über eine allein erziehende Mutter.
"In the Mood for Love" - im Vorjahr in Cannes preisgekröntes, intensives und wunderschön-trauriges Melodram von Starregisseur Wong Kar-Wai über eine durch den Zwang der Konventionen unerfüllt gebliebene Liebe im Hongkong der frühen sechziger Jahre.

Dokumentarfilme in den "Kunst-Stücken"
"Berlin Babylon" - festivalerprobter, spannender Dokumentarfilm über neue Architektur, passend musikalisch begleitet von Berlins seit zwei Jahrzehnten wichtigster Avantgarde-Formation "Einstürzende Neubauten".
"Im Spiegel der Maya Deren" - die österreichische Regisseuse Martina Kudlacek auf ihrer poetischen, dennoch spannenden und intensiven Recherche über Leben und Wirken der in Russland geborenen, 1961 in New York verstorbenen Künstlerin und Experimentalfilmerin Maya Deren, Zeitgenossin und Freundin von André Breton, Marcel Duchamps und Anais Nin.
"Ein flüchtiger Zug nach dem Orient" - Ruth Beckermanns sehr persönlich gehaltene Reise in den vorderen Orient auf den Spuren der Kaiserin Elisabeth von Österreich.
"Heimkehr der Jäger" - Michael Kreihsls visuell beeindruckende, kontroverse Tragikomödie um einen an sich ganz normalen Bürger, der nach der Trennung von seinem Kind durchdreht - u. a. mit Ulrich Tukur, Nikolaus Paryla und Johannes Silberschneider.
"Fast-Film" - das neueste Kurzfilmprojekt des auf fast allen wichtigen Festivals herumgereichten und mehrfach ausgezeichneten "Copy Shop"-Regisseurs Virgil Widrich - wieder eine "Kunst-Stücke"-Premiere.

Programmhöhepunkte 2002: ORF-Religion

Die Religionsabteilung wird auch 2002 in ihren Sendungen für umfassende aktuelle Berichterstattung und Hintergrundinformation aus dem Leben der gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften und Kirchen in Österreich sorgen. Mit zahlreichen Dokumentationen, Diskussionen und Filmbeiträgen liefert die ORF-TV-Religionsabteilung Beiträge zu Glaubensinhalten, Religionen und Weltanschauungen aus vielerlei Perspektiven und informiert über religiöse Entwicklungen in Europa und der ganzen Welt.

kreuz&quer
Die kritischen Religionsthemenabende "kreuz&quer", präsentiert von Udo Bachmair, zeigt der ORF seit Mitte des Jahres 2001 wöchentlich jeden Dienstag. Dabei wird versucht, die schillernden Grenzbereiche zwischen Religion und scheinbar religionsfernen Lebensbereichen zugänglich zu machen. Die Höhepunkte 2002 in "kreuz&quer" sind unter anderem eine Dokumentation über Kalachakra. Im Oktober 2002 findet in Graz das Kalachakra-Ritual statt, ein religiöses Großereignis, zu dem mehr als 10.000 Teilnehmer erwartet werden. Der Dalai-Lama wird das elftägige Ritual durchführen. Die Dokumentation "Unterwegs zu Weisheit und Mitgefühl" untersucht Inhalt und Wirkung des Kalachakra-Rituals anhand der Porträts zweier europäischer Buddhisten.
Der Film "Flugnummer 884: Wien - Istanbul - Rückkehr eines Toten" zeigt den letzten Weg eines verstorbenen Moslems - vom Sterbebett bis zur endgültigen Bestattung in der alten Heimat. Der Film versucht dem Zuschauer den Aspekt des Todes im Islam näher zu bringen und darüber hinaus das Verständnis für die Situation muslimischer Gläubiger in Österreich und Europa zu schärfen.
Weiters plant der ORF die Dokumentation "Inuit" über die Religiosität der Eskimos: Über ihre Vorstellungen vom Diesseits und Jenseits, über Gott, über ihre religiösen Wurzeln und Mythen.
"Imagine" ist nicht die x-te Biografie von John Lennon oder gar der Beatles. Der Film zeigt den Musiker John Lennon mit seiner Botschaft "Peace and Love" als Heiligen der globalen Popkultur, als Kristallisationskern einer neuen Religion, dem Lennonismus. Sein Song "Imagine" wurde zur Hymne einer ganzen Generation.
"Der Golem" - ein künstliches Wesen in menschlicher Form -beeinflusste nicht nur die Kabbala, es faszinierte die menschliche Fantasie. Die Geschichte der Idee eines "virtuellen" Wesens, das die Menschen von Prag bis zum Silicon Valley bis ins elektronische Zeitalter beschäftigt, erzählt diese "kreuz&quer"-Dokumentation, eine Koproduktion des ORF mit Zeta-Film und ARTE.
Zwei Katholiken im Kampf gegen Antisemitismus und Nationalsozialismus: Irene Harand kommt aus dem Wiener Großbürgertum, Zyrill Fischer aus einem kleinen Dorf im Böhmerwald. Sie führten unabhängig voneinander zur gleichen Zeit in Wien einen erstaunlichen politischen Kampf gegen die gefährlichste aller ideologischen Bedrohungen Europas. Ihr Engagement und ihre Geschichten sind im Nachkriegsösterreich weitgehend in Vergessenheit geraten. Andreas Gruber weckt mit seinem Film wieder die Erinnerung.

kreuz&quer: philosophicum
Die neue Diskussionssendung "kreuz&quer: philosophicum" - das erste Mal diskutierte eine hochkarätig besetzte Expertenrunde unter der Leitung von Prof. Heinz Nussbaumer Ende Mai 2001 - stößt auf großes Publikumsinteresse. Philosophen, Ethiker und Wissenschafter aus dem In- und Ausland durchleuchten Themen unserer Zeit auf ihre ethische Relevanz. Die gezielt philosophisch-ethische Problemorientierung unterscheidet diese Reihe von anderen Diskussionssendungen.

Donauklöster
Die Reihe "Donauklöster", eine Koproduktion des ORF mit dem Bayerischen Rundfunk und der Firma Tellux, ist ebenfalls ein Highlight der TV-Religionsabteilung 2002/2003. Die Reihe "Donauklöster" versucht anhand von zehn Beispielen, dem Publikum eine Vorstellung davon zu geben, was ein Kloster heute sein kann. Die einzelnen Episoden sind keine Architektur- oder Kunstfilme. Es geht um konkrete Menschen in den Klöstern, die die unterschiedlichsten Aspekte monastischen Lebens repräsentieren. Klöster sind heute u. a. auch Wirtschaftsbetriebe, Tourismusbetriebe, sind Orte, an die sich Menschen zurückziehen, die Ruhe und Selbstbesinnung suchen. Klöster sind auch Stätten der Bildung (Schulen), des Bewahrens von Kulturgütern, aber auch Orte des Experimentierens.
Die Schauplätze in Bayern: Niederaltaich (Benedikter), Weltenburg (Benediktiner), Untermarchtal (Barmherzige Schwestern), Schweikelberg (Missionsbenediktiner), Beuron (Benediktiner).
Die Schauplätze in Österreich: Stift Wilhering (Zisterziener), Baumgartenberg (Schwestern zum Guten Hirten), Melk (Benediktiner), Klosterneuburg (Augustiner-Chorherrn), Wien (Jesuiten).

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Michael Krause
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