ORF präsentiert TV-Programmhöhepunkte 2002 (3)

Weitere Programmhöhepunkte "Bildung und Zeitgeschehen"

Wien (OTS) - Zu den "Universum"-Höhepunkten 2002 zählen drei neue Folgen der neunteiligen "Universum"-Serie "Die Zukunft der Wildtiere" mit Helmut Pechlaner, Michael Schlambergers Dokumentation "Libyens Sahara - Die Wüste des englischen Patienten", Kurt Mündls Film "Die letzten Drachen der Alten Welt", die Dokumentation "Afghanistan - Die Minen des Pharaos" sowie Wolfgang Thalers Film "Aufbruch in den Orient".

Die Zukunft der Wildtiere
Dr. Helmut Pechlaner, erfolgreicher Direktor des Tiergartens Schönbrunn und oftmaliger "Universum"-Präsentator, bringt den Zuschauern seit Herbst 2000 "Die Zukunft der Tiere" näher. Neben den gewohnt spektakulären Bildern zeigen Pechlaner und das "Universum"-Team um Regisseur Heinz Leger, was getan wird und was noch getan werden kann, um die Artenvielfalt für nachfolgende Generationen zu erhalten. In den Jahren 2000 und 2001 widmete sich die Reihe dem Afrikanischen Elefanten, den Orang-Utans, Walen, Tigern und Rhinozerossen. 2002 steht die Zukunft verschiedener Bärenarten und der Wildpferde auf dem Programm. Der dritte Teil ist dem Tiergarten Schönbrunn gewidmet, der im Jahr 2002 seinen 250. Geburtstag feiert.

Libyens Sahara - Die Wüste des englischen Patienten
"Bahr belá má" - Meer ohne Wasser - nennt man in Nordafrika die Sahara. Diese größte aller Wüsten umfasst die entlegensten, trockensten, extremsten Gebiete der Erde. Die Tiere und Pflanzen, die Teile dieser bizarren Landschaft bevölkern, sind Überlebensmaschinen:
Ihre Heimat ist eine Welt, die anderen Geschöpfen - dem Menschen etwa - nicht die geringste Chance lässt. Einer der ersten Europäer, der die Libysche Wüste ausgiebig bereiste, war der austroungarische Abenteurer und Forscher Ladislaus E. Almásy, das Vorbild des englischen Patienten aus dem Oscar-prämierten Hollywoodfilm. Seine Autofahrten auf alten Karawanenstraßen und seine Flugzeugexpeditionen, auf denen er die vergessene Oase Zazura und die Felszeichnungen im Gilf Kebir entdeckte, bilden die Route für diese Naturgeschichte der Libyschen Sahara, die der österreichische Topfilmer Michael Schlamberger in Szene setzt.

Die letzten Drachen der Alten Welt
Die Galapagosinseln vor der Küste Ecuadors gelten seit den legendären Forschungsreisen Charles Darwins weltweit als "Labor der Evolution". Noch heute ist es an der Tagesordnung, dass man in entlegenen Inselregionen und tropischen Regenwäldern neue endemische Arten entdeckt. Stößt man jedoch außerhalb der Tropen auf eine neue Tierart, gilt allein meist schon diese Tatsache als Sensation. Umso mehr, wenn es sich um eine stattliche Echse handelt, die bis zu 1,5 Meter messen kann und deren Lebensraum eine touristische Hochburg ist - die Kanarischen Inseln. Bis heute weiß man von der Existenz von sechs Exemplaren des "Drachens von La Gomera", die in einer hochsicherheitstraktähnlichen Anlage gehütet werden. Nach seinen Makro-Specials über die Stubenfliege, Skorpione, Vogelspinnen, Schmetterlinge und Gottesanbeterinnen sowie dem Kinostreifen über den Ötztalmann porträtiert Kurt Mündl nun die wohl seltenste Echse der Welt.

Hulik und die Biber
Einem slowakischen Biologen ist durch geradezu unglaubliche Beharrlichkeit ein Husarenstück gelungen, das weltweit keine Parallelen hat: Tomas Hulik hat mit wilden, frei lebenden Bibern Freundschaft geschlossen. Er kann neben ihnen sitzen, wenn sie nachts Bäume benagen, er kann ihnen auf Schritt und Tritt folgen, ohne sie aus der Ruhe zu bringen und er kann sie sogar berühren. Huliks "Biberzirkus" ist erst durch die rasante Ausbreitung der Biber in der Slowakei möglich geworden. 1848 wurde das letzte Exemplar erlegt. 1984 wurde in der Gegend von Bratislava erstmals wieder ein Biber gesichtet. 1990 schätzte man die Zahl der slowakischen Biber auf höchstens zwanzig bis dreißig Stück - übrigens allesamt Nachkommen der in den siebziger Jahren in Österreich wieder angesiedelten Tiere. Der Bestand hat sich bis zum heutigen Tage verzehnfacht.

Natur im Garten
Schauplatz dieses Films sind zwei benachbarte Gärten, die Hauptrollen spielen die ansässigen Pflanzen und Tiere und die menschlichen Gartenbewohner, die von zwei bekannten österreichischen Kabarettisten dargestellt werden. Ein Garten wird von einem naturbewussten, ökologisch denkenden Ehepaar gepflegt, der andere von einem ordnungsliebenden Pedanten. Während das Motto des Ökoehepaares "Leben und leben lassen" lautet, hat der Pedant seinen Garten fest im Griff:
Gemüse und Früchte müssen makellos sein, jede Laus und jeder Käfer sind eine Gefahr. Wie Kinder betonen die beiden Nachbarn immer wieder die so genannte Demarkationslinie, den Gartenzaun. Denn in gewisser Weise stellt der nachbarliche Garten eine Bedrohung dar. Vereint treten die beiden nur gegen den einzigen gemeinsamen Feind auf - die Nacktschnecken.

Lauf, Hase, lauf
Sie sind clever und erfolgreich, können sich unglaublich schnell vermehren und haben sich allen Klimazonen der Erde angepasst. Hasen stehen im Zentrum dieser "Universum"-Dokumentation, die den oft so verkannten Tieren durch fünf Kontinente folgt. Der Film dokumentiert ihr einzigartiges Verhalten in der Arktis ebenso wie ihre zyklische, explosionsartige Vermehrung in Kanada, ihren Überlebenskampf inmitten der Agrarwüsten oder ihre Bedeutung für die Existenz ganzer Artengemeinschaften - und ist einem Geheimnis auf der Spur, dem faszinierenden Zusammenspiel zwischen der Aktivität der Sonne und der Lebenskraft der Hasen.

Afrika - Kontinent der Tiere
Die Großtiere Afrikas waren die Stars vieler Einzeldokumentationen, nun zeichnet erstmals eine Serie in sechs Teilen ein umfassendes Porträt des tierreichsten Kontinents der Erde. Afrika bietet mit seinen vielfältigen Landschaften den unterschiedlichsten Vertretern des Tierreichs einen Lebensraum. Während sich Zwergschimpansen, Waldelefanten und Gorillas auf das Überleben im Dschungel spezialisiert haben, fanden andere ihre Nische in den Bergregionen, Savannen, Flüssen und Seen, an den Küsten und in den Wüsten des Schwarzen Kontinents.

"Universum" am Donnerstag

Die Erben der Saurier - Im Reich der Urzeit
"Die Erben der Saurier - Im Reich der Urzeit" ist die Fortsetzungsgeschichte des Dreiteilers "Dinosaurier - Im Reich der Giganten", den "Universum" im Herbst 1999 zeigte. In zwei 90-minütigen Teilen erzählt diese Dokumentation mit Hilfe der aktuellsten Animationstechniken, was geschah, nachdem die Dinosaurier ausgestorben waren. Mammuts, Säbelzahntiger und andere Vertreter der längst ausgestorbenen Megafauna sind die Stars des Zweiteilers, dessen Geschichte mit dem Auftauchen der Vorläufer des Menschen endet.

Söhne der Wüste
In dieser dreiteiligen Koproduktion von ORF, ZDF, ZDF-E und ARTE begeben sich die Gestalter auf die Spuren der Abenteurer und Forscher Sven Hedin (Gobi und Taklamakan), Heinrich Barth (Sahara) und Thaddäus Haenke (Atacama). Diese großen Entdecker des 18. und 19. Jahrhunderts erleben in diesen unterschiedlichen und unvergleichlichen Wüstenlandschaften die Faszination der großen Sand-und Steinwüsten dieser Welt, die Kraft ihrer Natur, den kulturellen Reichtum und den Lebenskampf der Bewohner in einer grandiosen, aber auch lebensfeindlichen Umgebung.

Afghanistan - Die Minen des Pharaos
In Afghanistan, in den Hochtälern des Hindukusch, befinden sich die ältesten Edelsteinminen der Welt. Von hier holten die alten Ägypter ihren heiligen Stein - den Lapislazuli. Ausgerechnet einem Amerikaner gelang es in den vergangenen Jahren immer wieder auf abenteuerliche Weise und über geheimste Pfade zu den Minen des Pharaos vorzudringen und mit den wertvollen Steinen zu handeln. Ein "Universum-Team begleitete den waghalsigen Edelsteinhändler bei seiner vorläufig letzten Tour durch Afghanistan im Sommer 2001.

Wetterküche Alpenraum
Immer wieder hat sich in der Geschichte unseres Planeten das Klima radikal verändert - stehen wir wieder einmal am Beginn solcher klimatischer Veränderungen? Vieles spricht dafür: Die Gletscher in den Alpen schmelzen stetig ab, Überschwemmungen und Muren häufen sich, fast schneelose Winter nehmen zu. Meteorologen vom Sonnblick, der ältesten und höchstgelegenen Wetterwarte Europas, rüsten einen "Universum"-Forschungsballon aus, um aktuellen Fragen zur Wetterküche Alpenraum auf den Grund zu gehen: Wie stark trifft die Klimaerwärmung unseren Alpenbereich? Müssen wir mit permanenten Lawinen- und Überschwemmungskatastrophen rechnen? Wird man in zwanzig Jahren noch Naturschnee auf den Skipisten haben? Ö3-Meteorologe Andreas Jäger führt durch diesen Wetterkrimi.

Die Völkerwanderung
In dieser vierteiligen Koproduktion von ORF, ZDF und ZDF-E erlebt der Fernsehzuschauer in einer spannenden Erzählweise und durch aufwendig gestaltete Bilder eine der großen historischen, europäischen Entwicklungsphasen. Es ist die Geschichte vom mythischen Aufbruch germanischer Stämme aus dem kalten, hohen Norden; von Hunger und Not, Entbehrung und Raub; vom gewaltigen Zusammenstoß der "Barbaren" mit den zivilisierten Römern; von Krieg, Verrat und Vernichtung. Es war ein langer Weg von den germanischen Hütten zu den gotischen Kathedralen, von den barbarischen Sippen zu den ersten europäischen Nationen.

Aufbruch in den Orient
Als der österreichische Arzt Alfons Gabriel in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit seiner Frau zu seiner Reise nach Persien aufbrach, konnte er nicht ahnen, welches Abenteuer vor ihm lag. Fasziniert von den Menschen, ihrer Kultur und der unvergleichlichen Landschaft, zog Gabriel viele Monate auf den Spuren Marco Polos durch einen persischen Orient, den man in Europa kaum kannte. Der international ausgezeichnete "Universum"-Filmer Wolfgang Thaler hat die Reise von Alfons Gabriel an den Originalschauplätzen im heutigen Iran nachinszeniert - eine filmische Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Afrika
In dieser fünfteiligen Serie der renommierten National Geographic Television wird das Leben in der afrikanischen Natur und Kultur aus der Sicht einzelner Menschen zwischen den Wüstengebieten im Norden, dem Regenwald im Südwesten und dem Victoriasee im Osten gezeigt:
Themen sind u. a. ein junger Tuareg auf seiner ersten Bewährungsreise durch Teile der Sahara, das Leben der "Waldmenschen" im Kongobecken, die Hoffnung der Fischer am Victoriasee auf ein besseres Leben durch den Tourismus und die einjährige Wanderschaft eines Rinderhirten durch die Weiten des Sahel. Die international ausgezeichnete Serie wird im ORF als deutschsprachige Erstausstrahlung gezeigt.

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Michael Krause
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