Rheumakranke in der Offensive - FOTOTERMIN!

Internationaler Rheuma-Tag 12. Oktober - Patienten fordern Mitsprache und bessere Versorgung

Wien (OTS) - Am 12. Oktober ist Internationaler Rheuma-Tag. "Zwei Millionen durch Rheuma betroffene ÖsterreicherInnen fordern ein Recht auf Mitbestimmung über ihr eigenes Schicksal. Und ihr Recht auf optimale medizinische Versorgung, auf die wirksamsten und sichersten Therapien", so der Präsident der Österreichischen Rheumaliga Prim. Univ.-Doz. Dr. Attila Dunky. "Unsere Forderungen richten sich an Politiker und andere Entscheidungsträger im Gesundheitswesen, an Ärzteschaft, Pharmaindustrie und Forschung."

"Wir stellen zunehmend Defizite in der medizinischen Versorgung fest. Mangelnde Information und ein fehlendes Verständnis der Öffentlichkeit für die speziellen Bedürfnisse Rheumakranker tun ein Übriges. Die Gesundheitspolitik trifft Entscheidungen für zwei Millionen Bürger, ohne diese ausreichend einzubinden."

Nicht nur in Österreich, in ganz Europa machen sich daher Rheuma-Patientenverbände stark. Gemeinsam wurde ein internationales Manifest verfasst, das am 12. Oktober an Nationalrats-Präsident Dr. Heinz Fischer und Gesundheits-Staatssekretär Prof. Reinhard Waneck überreicht wird (ACHTUNG FOTOTERMINE: 12.10. 9.00 Uhr Präsidentschaftskanzlei des Nationalrats, Parlament Tor 1, 1010 Wien; sowie 10.30 Uhr, Büro Staatssekretär Waneck, Radetzkystraße 2, 1030 Wien). Zeitgleich erhalten weitere Mitglieder der Bundesregierung, sämtliche Abgeordnete zum Nationalrat sowie Gesundheitspolitiker auf Landes- und Gemeindeebene den Forderungskatalog der Rheuma-Patienten.

Die wichtigsten Forderungen:

- Qualifizierte öffentliche Information über Rheuma und Rheumakranke

  • Einbindung in politische Entscheidungen
  • Strukturelle und finanzielle Fördermaßnahmen
  • Qualifizierte Gesundheits- und Sozialleistungen
  • Erforschung der Folgen von Rheuma für die Gesellschaft
  • Chancengleichheit und freien Zugang zu Verkehrsmittel und Gebäuden

- Barrierefreiheit in Ausbildung und Berufsausübung

Anspruch auf optimale Behandlung

"Immer wieder hören wir in Österreich von Rheumakranken, die um jede Verschreibung kämpfen müssen. Die neuen COX-2-Hemmer etwa, für Menschen mit Arthrose oder chronischer Polyarthritis eine effektive und sehr magenschonende Behandlung, werden von den Krankenkassen nur unter strengen Auflagen bewilligt. Ebenso wird der Zugang zu den neuen gentechnisch hergestellten Antikörpern (Biologicals) erschwert. Das ist eine beängstigende Entwicklung", sagt Gisela Nowak, Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied der Österreichischen Rheumaliga und selbst Patientin.

"Auf keinen Fall dürfen diese Alternativen zu herkömmlichen NSAR (nichtsteroidalen Antirheumatika) den Patienten aus reinen Kostengründen verweigert werden, wie dies immer wieder von Betroffenen berichtet wird", so Nowak. Denn viele chronisch Rheumakranke müssen ein Leben lang Medikamente mit schweren Nebenwirkungen einnehmen. "Jede Möglichkeit einer verbesserten medikamentösen Therapie muss daher genutzt werden", fordert die Österreichische Rheumaliga.

Auch die ärztliche Versorgung befände sich in einer "außerordentlich kritischen Situation", so Präsident Dunky. Es stünden nur wenige niedergelassene Rheumatologen zur Verfügung. In den Kliniken und Ambulanzen sei die Betreuung der häufig komplexen rheumatischen Erkrankungen aus wirtschaftlichen Gründen gefährdet. "Ich appelliere eindringlich an Politiker und Krankenkassen, diesen Negativ-Trend aufzuhalten", so Dunky.

Den vollständigen Pressetext können Sie auf der neuen Rheuma-Website http://www.rheuma-service.at herunterladen.

Kontakt & Anforderung des Manifests "Menschen mit Rheuma in Europa":

Rückfragen & Kontakt:

Gisela Nowak, Österreichische Rheumaliga
Donaufelderstraße 186/10, 1220 Wien,
Tel 0699/15541679
e-mail: gisela.nowak@utanet.at

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