ARBÖ: Unfallbilanz bestätigt ARBÖ-Erhebung - jeder zweite Autolenker nicht angegurtet

Wien (ARBÖ) - Die heute veröffentlichten Daten zur Unfallbilanz 1. Halbjahr 2001 zeigen ganz deutlich, dass durch die konsequente Verwendung von Sicherheitsgurten und Kinderrückhaltesystemen pro Jahr rund 130 Menschenleben gerettet und schwere Verletzungen verhindert werden könnten, so der ARBÖ.

Die Unfallstatistik zeigt, dass die Hälfte der 255 getöteten Pkw-Insassen in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres nicht angegurtet waren. Eine aktuelle ARBÖ-Erhebung über die Verwendung von Sicherheitsgurten beziehungsweise Kinderrückhaltesystemen bei 7.985 Fahrzeuginsassen hat ebenfalls gezeigt, dass die Benutzungsquote beziehungsweise Gurtmoral erschreckend gering ist.

52 Prozent der Lenker nicht angegurtet

Nach einer aktuellen ARBÖ-Erhebung ist nahezu jeder zweite Autolenker, Beifahrer oder Mitfahrer nicht angegurtet, fast ein Drittel der Kinder fahren ungesichert mit. "Eine unerfreuliche Zahl, die verdeutlicht, dass Verkehrssicherheit öffentlich, sichtbar und hörbar gemacht werden muss," so ARBÖ-Präsident Dr. Herbert Schachter.

Das Ergebnis im Detail:

  • 51,58 Prozent der Fahrzeuglenker waren nicht angegurtet
  • 55,23 Prozent der Beifahrer verzichteten ebenfalls auf den Lebensretter Gurt
  • 83,57 Prozent der im Fond sitzenden Mitfahrer waren überhaupt nicht angegurtet
  • Ein wenig besser das Ergebnis bei mitfahrenden Kindern: 70,63 Prozent waren mit entsprechenden Kinderrückhalteeinrichtungen gesichert, 29,37 Prozent leider noch immer nicht.

Siehe dazu auch die ARBÖ OGS-Grafik "Anlegequote Gurte und Kindersitze" vom 8.10.2001.

Durch konsequente Verwendung der lebensrettenden Gurte und Kindersitze könnte viel Leid vermieden werden, so der ARBÖ. Der Griff zum Sicherheitsgurt sollte nach jedem Einsteigen in ein Fahrzeug, ob vorne oder im Fond, "automatisch" erfolgen. Den Lenker oder die Lenkerin trifft übrigens die Verpflichtung, für die ordnungsgemäße, sichere Kinderbeförderung Sorge zu tragen.

"Eine bundesweite Aufklärungskampagne wäre der richtige Weg, um darzulegen, wie der Sicherheitsgurt und natürlich auch die Kinderrückhaltesysteme oft Unfallfolgen verhindern bzw. mindern können," betont abschließend ARBÖ-Präsident Dr. Schachter.

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