"Gesunde Mitarbeiter in gesunden Betrieben"

Ausbau der betrieblichen Gesundheitsvorsorge ist "Jahresthema 2002" der Wirtschaftskammer Österreich - Auftaktveranstaltung in St. Pölten

St. Pölten (PWK721) - Die Wirtschaftskammer Österreich setzt Initiativen, die betriebliche Gesundheitsförderung in Österreich auszubauen.

Die Gesundheit der Mitarbeiter erweist sich als zunehmend wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg. Die Förderung von Gesundheitspotentialen wird zu einer zentralen Managementaufgabe in den Betrieben. Um Programme zur Gesundheitsförderung erfolgreich umsetzen zu können, bedarf es einer neuen Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Krankenversicherungsanstalten. Neue innovative Projekte aus der Praxis standen deshalb im Vordergrund des "6. Informationstages zur betrieblichen Gesundheitsförderung" am Donnerstag in St.Pölten, der gemeinsam vom Forum Gesundheit der OÖ-GKK, vom Gesundheitsforum NÖ und von der Wirtschaftskammer Österreich veranstaltet wurde.

Um die Gesundheitsförderung entsprechend dem Grundsatz "Gesunde Mitarbeiter in gesunden Betrieben" auszubauen, wäre es wünschenswert, dass die heimischen Krankenversicherungsträger den Unternehmen auf deren Wunsch Krankenstandsanalysen zur Verfügung stellen, erklärte der Leiter der Sozialpolitischen Abteilung in der WKÖ und Sozialversicherungs-Vizepräsident Martin Gleitsmann in seinem Eröffnungsstatement. Dieses Modell sei keineswegs neu, sondern werde bereits in Deutschland (z.B. Allgemeine Ortskrankenkasse in Niedersachsen) und auch von der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse erfolgreich eingesetzt. Ziel ist es, so Gleitsmann, in allen österreichischen Bundesländern entsprechende Kooperationen in die Wege zu leiten.

"Dabei geht es nicht um personenbezogene Krankenstandsdaten, sondern darum, dem Betrieb, beispielsweise nach Ablauf eines Jahres, eine Zusammenfassung und gegliederte Darstellung der Ursachen und Häufigkeiten für Krankenstände zu übermitteln", sagte Gleitsmann. Gleichzeitig werde auch ein Branchenvergleich möglich.

Zur Wahrung des Datenschutzes sei dieses Modell vorerst selbstverständlich nur in Unternehmen mit einer größeren Zahl von Mitarbeitern, etwa ab 50 Personen, anwendbar, betonte Gleitsmann, um möglichen Missinterpretationen vorzubeugen. Letztlich würden alle Seiten von den Krankenstandsauswertungen profitieren: die Mitarbeiter durch ein gesundes Arbeitsumfeld, die Krankenkassen durch weniger Krankenstände und natürlich auch der Betrieb durch eine Erhöhung der Produktivität.

Der Ausbau der betrieblichen Gesundheitsförderung - einschließlich jener Maßnahmen, bei denen es um die Bewusstseinsbildung der Unternehmer auch jenseits der Verpflichtungen durch das Arbeitnehmerschutzgesetz geht - wurde von der Wirtschaftskammer Österreich daher zum "Jahresthema 2002" gewählt. (hp)

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