Postbus: Viele Ungereimtheiten im Vorstandsbereich

Personalvertretung stellt Fragen an den Aufsichtsrat

Wien (GPF/ÖGB). Seit das neue Vorstandsduo der Postbus AG vor wenigen Monaten das Ruder übernommen hat, häufen sich die Ungereimtheiten im Vorstandsbereich. Der Vorsitzende des Zentralausschusses Robert Wurm: "Wir können nicht mehr länger zusehen. Jetzt müssen die Eigentümervertreter endlich handeln. Es geht schließlich auch um die Sicherheit der Fahrgäste".++++

Nach den heutigen Betriebsversammlungen hat die Personalvertretung einige Fragen an den morgen tagenden Aufsichtsrat:

O Stimmt es, dass der Vorstand den Aufsichtsrat über die Erhebungen des Verkehrsarbeitsinspektorates wegen zahlreicher Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz, Kraftfahrzeuggesetz und gegen das Arbeitsverfassungsgesetz nicht informiert hat?

O Stimmt es, dass der Vorstand den Aufsichtsrat über die Auswirkungen seiner Entscheidungen auf die Sicherheit der Fahrgäste nicht informiert hat?

O Stimmt es, dass die Verwaltungskosten der Postbus AG von vormals 35 Groschen pro gefahrenen Kilometer auf derzeit zwei Schilling explodiert sind?

O Stimmt es, dass der Vorstand den Aufsichtsrat über seine Drohungen gegen MitarbeiterInnen jede Infomation verweigert?

O Stimmt es, dass Postbus-Beschäftigte in den Vorruhestand versetzt wurden und gleichzeitig einen Konsulentenvertrag mit dem Vorstand haben?

O Stimmt es, dass das ehemals gewinnbringende Unternehmen inzwischen tief in die Verlustzone geschlittert ist?

Wurm: "Ich erwarte mir, dass der Aufsichtsrat diese Fragen bei der morgigen Sitzung behandelt und endlich die enprechenden Konsequenzen im Vorstandsbereich zieht."

Der Zentralausschuss-Vorsitzende zeigt sich trotz der Handlungsweise des Vorstandes im Interesse der Beschäftigten, der Fahrgäste und des Unternehmens insgesamt verhandlungsbereit. Wurm:
"Ich hoffe, dass endlich Vernunft einkehrt und wir zu einer tragbaren Verhandlungslösung kommen."(ff)

ÖGB, 11. Oktober 2001
Nr. 829

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Robert Wurm

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