Tourismusbericht 2000: Schwemlein kritisiert "Ignoranz der Regierung"

Wien (SK) "Soll die touristische Entwicklung wirklich zur Erreichung wichtiger wirtschaftspolitischer Zielsetzungen beitragen, ist eine aktive Tourismuspolitik als eigenständig sektorale Wirtschaftspolitik nötig", wird ein richtiger Ansatz in Sache Freizeit- und Tourismuspolitik im Tourismusbericht 2000 treffend angesprochen. Dass der Tourismusbericht im heute stattfindenden Wirtschaftsausschuss enderledigt werde, spräche eindeutig gegen die formulierten Ansätze, kritisiert SPÖ-Freizeit- und Tourismussprecher, Emmerich Schwemlein, am Donnerstag die Ignoranz der Regierung gegenüber der Freizeit- und Tourismuswirtschaft. ****

"Die angesprochenen Ansätze umzusetzen, wäre einer ernsthaften Freizeit- und Tourismuspolitik nahegekommen. Statt dessen wird der Sektor vom Tisch gefegt und der Öffentlichkeit in seiner Vielfalt vorenthalten, indem es vor dem Plenum zur Enderledigung kommt", kritisiert Schwemlein gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

"Tatsächlich konzentriert sich der Tourismusbericht 2000 zu stark auf die Darstellung von statistischen Material. Tourismuspolitische Inhalte, welche durch die gegebene Wirtschaftslage von großer Dringlichkeit wären, sind sehr dünn gesät", analysiert Schwemlein. Die Freizeit- und Tourismuswirtschaft stelle einen Anteil von ca. 16 Prozent am Bruttoinlandsprodukt dar. "Es ist nicht vertretbar, einen so wichtigen Wirtschaftszweig außer Acht zu lassen", so der SPÖ-Abgeordnete.

"Dass eine derartige Gangart keine konstruktiven Lösungen hervorbringt, zeigen einige Parallelen zum Tourismusbericht 1999. Insbesondere werden die schon vor einem Jahr angeführten Probleme dieses Sektors zum Teil wörtlich wiedergegeben. Dass sie offensichtlich unbehandelt geblieben sind, bedarf keiner weiteren Betonung ", schloss Schwemlein. (Schluss) ml/mm

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