Klimaschutz und Geld sparen

Neue Serie in wien.at gibt gemeinsam mit der MD-Klimaschutz-Koordination Tipps zum Klimaschutz

Wien, (OTS) Wien gehört zu jenen Städten, die den Klimaschutz und das Ziel, den Ausstoß an schädlichen Emissionen zu reduzieren, besonders ernst nehmen. Mit dem Klimaschutzprogramm der Stadt Wien (KliP Wien) wurde ein entsprechendes Maßnahmenprogramm geschaffen. Damit sollen die Emissionen von Kohlendioxid (CO2) und anderen Treibhausgasen in Wien bis 2010 deutlich reduziert werden: Um 14 % gegenüber dem Wert für 1990 (Basiswert Kyoto). Das bedeutet eine Absenkung von 8,5 Mio. Tonnen (1990) auf 7,3 Mio. Tonnen (2010). Außerdem will Wien eine erhebliche Verminderung anderer Treibhausgasemissionen erreichen.

Die Stadt setzt dazu zahlreiche Aktivitäten, von ökologischen Standards im Wohnbau, der thermisch-energetischen Wohnhaussanierung, Ausbau des öffentlichen Verkehrs, PUMA-Umweltmanagementsystemen in Amtsgebäuden, Ausbau der Fernwärme bis zu Bestimmungen des neuen Wiener Wiener Elektrizitätswirtschaftsgesetzes , das auch für Schutz und Ausbau von Kraft- Wärmekoppelungsanlagen sowie Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern (sogenannten "Ökoanlagen") und Kleinwasserkraft und "Ökostrom"- Förderung sorgt. Um die Koordinierung von Klimaschutzmaßnahmen kümmert sich die in der Magistratsdirektion geschaffene Klimaschutz-Koordinationsstelle.

Klimaschutz bringt aber nicht nur Fortschritte für den Umweltschutz und Entlastung unserer Luft von schädlichen Abgasen, sondern kann auch jedem/jeder Einzelnen Geld ersparen. Die Klimaschutzkoordinationsstelle gibt daher gemeinsam mit der Stadt-Wien-Zeitschrift wien.at ab sofort in einer neuen Serie Tipps zum Klimaschutz. In der Oktober-Ausgabe geht’s darum, wie man im Haushalt Geld und Energie einsparen kann - ein entsprechendes Flugblatt erhält man gratis bei der wien.at-LeserInnen Hotline unter 277 55-0.

Der Wärme nicht den Weg versperren

Einige Ratschläge der Klimaschutz-Koordinationsstelle:
o Hinter langen Vorhängen, Sitzgarnituren oder Anrichten

versteckte Heizkörper verhindern, dass sich die Wärme ungehindert im Raum ausbreiten kann und bewirken erhöhten Wärmeverlust über die Außenmauer, verbunden mit höheren Heizkosten.
o Kurze Vorhänge über einem Heizkörper können Heizkosten sparen

helfen, wenn sie über Nacht zugezogen werden. Zwischen Vorhang und Fenster entsteht ein Luftpolster, der Wärmeverluste verhindert.
o Heizungsregelungen mit automatischer Nachtabsenkung bzw.

Wochenprogrammierung und moderne Thermostatventile an den Radiatoren, die die Temperatur in jedem einzelnen Raum regeln, helfen sparen. Einfach die gewünschte Raumtemperatur einstellen. Die Heizung schaltet sich automatisch aus, wenn die Temperatur erreicht ist.
o Weit verbreitet ist auch die Ansicht, dass vorübergehend

unbenutzte Räume nicht geheizt werden sollten. Dabei wird leider keine Energie eingespart, denn es kostet wesentlich mehr
Energie, kalte Räume aufzuheizen als diese Räume auf niedriger Temperatur zu halten. Daher hier die Devise: Mit Thermostatventilen die Temperatur um einige Grade niedriger halten.
o In Räumen mit erhöhter Luftfeuchtigkeit, z.B. im Badezimmer oder

Küche, muss man auf ausreichende Belüftung zu achten, um einer Schimmelbildung vorzubeugen. Ständig gekippte Fenster sollten dabei allerdings vermieden werden, besser ist es, das Fenster mehrmals täglich ganz zu öffnen, und dabei die Heizung abzudrehen.

Und: Bekanntlich bewirkt eine Absenkung der Raumtemperatur um nur 1 Grad eine Energie-Einsparung um rund 6 Prozent.

Mehr Licht muss nicht unbedingt mehr Stromverbrauch bedeuten:
o Eine Energiesparlampe ist zwar teurer in der Anschaffung, hält aber 8-mal länger als eine Glühlampe, nämlich bis zu 8.000 Stunden. Somit ersetzt eine Energiesparlampe bis zu acht Glühlampen.
o Auch der Stromverbrauch, berechnet auf 8.000 Stunden Brenndauer,

spricht für die Energiesparlampe: 160 kWh bei der Energiesparlampe (20 W), 800 kWh bei der Glühlampe (100 W). Bei einem Strompreis von öS 1,95/kWh kostet das öS 312, - (Eur 22,67) für den Verbrauch der Energiesparlampe, aber öS 1560,- (Eur 113,37) bei Verwendung einer Glühlampe.
o Eine Energiesparlampe hat eine 5-mal höhere Lichtausbeute als eine herkömmliche Glühbirne, nämlich bis zu 25 Prozent. Eine Glühlampe wandelt nur 5 - 7 Prozent ihrer Energie in Licht um, der Rest geht als ungenützte Wärme verloren. Demnach entspricht die Lichtausbeute einer Energiesparlampe mit 20 W jener einer Glühbirne mit 100 W.
o Energiesparlampen sollten nur dort eingesetzt werden, wo man

länger Licht benötigt. Glühlampen sind dort sinnvoll, wo das Licht nur kurz aufgedreht wird, z.B. in einer Vorratskammer, im WC, beim Kellerabgang, etc.

Da Energiesparlampen auch Quecksilber enthalten, sind sie als Problemstoffe einzustufen und müssen deshalb fachgerecht entsorgt werden. Wie das am besten geschieht, erfährt man beim Misttelefon 546 48. (Schluss) hrs/köp

Rückfragen & Kontakt:

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Helga Ruzicka-Stanzel
Tel.: 4000/81 856
e-mail: ruz@m53.magwien.gv.at
Regina Köppl
Magistratsdirektion - Klimaschutzkoordinationsstelle

Tel.: 4000/75084
E-mail: koe@mdk.magwien.gv.at

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