Prammer fordert neue Strategien in der Frauenpolitik

ZUK-Diskussion: "Frauen machen Schlagzeilen" =

Wien (SK) Im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung zum Thema "Die Nachricht ist weiblich - Frauen machen Schlagzeilen" am Mittwoch Abend in der Zukunftswerkstätte forderte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer, nach neuen Strategien in der Frauenpolitik zu suchen. "Die Strategien der 70er und 80er Jahre können nicht mehr übernommen werden", so Prammer. Denn: Eine neue Dimension bedürfe neuer Strategien, und gerade jetzt habe man so eine neue Dimension erreicht. Konkret müsse man der Überbelastung der Frauen mit einer fortschrittlichen Männerpolitik entgegenwirken, bemerkte Prammer -mit der Betonung auf "fortschrittlich".****

Der Beruf des Journalisten ist heute kein klassischer Männerberuf mehr. Wie Maria Roesslhumer, Geschäftsführerin der "Informationsstelle gegen Gewalt" anhand einer Studie belegte, besteht die Journalistenbelegschaft aus 30 Prozent Frauen. Für Susanne Riegler aus der Frauenredaktion von "Willkommen Österreich" nicht unbedingt ein Grund zum Jubeln. Denn: "De facto haben Frauen nichts zu entscheiden." Oben, wo es viel zu verdienen gebe, sei die Luft für Frauen "dünn", dafür seien unten, wo nicht wirklich viel zu holen sei, die Frauen überdimensional vertreten. Etwas optimistischer gab sich hingegen News-Redakteurin Senta Ziegler. Seit den 70er Jahren habe sich in den Medien sehr viel für die Frauen geändert, nicht zuletzt werden sie mehr ernst genommen, zeigte sich Ziegler überzeugt.

Besonders gefährlich in der Medienpolitik sei es, so Prammer, wenn Kritiker, unter denen nicht wenige Frauen seien, etwa durch Entzug der Zeitungsförderung machtlos und damit mundtot gemacht werden. Dem konnte Susanne Riegler nur beipflichten: "Das grundsätzliche gesellschaftspolitische Problem liegt darin, dass das Kapital der Medien in den Händen der Männer liegt."(Schluss)lm

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