Ettl: Die Euro-Bargeld-Einführung muss optimiert werden

Mitarbeiter im Einzelhandel auf Euro-Einführung vorbereiten

Wien (SK) "Die Vorbereitungen auf die Euro-Bargeld-Einführung müssen endlich auch die sachlich gerechtfertigten Belange des Einzelhandels berücksichtigen. Der Einzelhandel wird eine zentrale Schaltstelle für die Einführung der Euro-Banknoten sein", erklärte der SPÖ-Abgeordnete im Europäischen Parlament Harald Ettl Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Die europäischen Zentralbanken und Finanzminister hätten dafür Sorge zu tragen, dass Betrieben, die sich rechtzeitig vorab mit Bargeld versorgten, die Vorteile weitergegeben werden, die den Banken und Sparkassen von den Zentralbanken über Boni und Zinsvorteile eingeräumt würden, stellte Ettl klar. "Auch bei der Schulung der Beschäftigten des Einzelhandels müssen noch erhebliche Zusatzanstrengungen gemacht werden." ****

Ettl: "Die letzten 80 Tage vor dem €-Day müssen der breiten Öffentlichkeit gehören. Insbesondere Arbeitgeber im Einzelhandel sind gefordert, ihre Angestellten euromäßig zu schulen. Sonst erreichen die Warteschlangen in Bäckereien, Tabaktrafiken und Supermärkten oder im Personennahverkehr, wo bisher Zahlungen in zehn bis 20 Sekunden abgewickelt worden sind, ein unerträgliches Maß und frustrieren."

Das wäre der öffentlichen Akzeptanz der Euro-Einführung gewiss nicht zuträglich. Eine besondere Anstrengung müsse den kleinen und mittleren Betrieben abverlangt werden. "Sie sind der größte Arbeitgeber und eine wesentliche Schaltstelle für den Bargeldverkehr. Rund 20 Prozent haben große Schwierigkeiten, die Umstellung zu schaffen, der Frisör genauso wie der Taxifahrer", warnte Ettl.

Der Europäische Rat von Gent müsse gerade angesichts der schwierigen weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Lage die Euro-Einführung zur Chefsache machen. "Schließlich machen wir keinen Probelauf, sondern wechseln von der für die Öffentlichkeit bislang noch sehr virtuellen Währungsunion in eine reale, greifbare mit Euro-Münzen und Euro-Banknoten", unterstrich der SPÖ-Abgeordnete.

Eine Vorab-Verteilung der kleinen Euro-Scheine einige Tage vor dem 1. Jänner wäre eine große Hilfe gewesen, betonte Ettl. Die kategorische Ablehnung der EZB sei hier nicht hilfreich, zumal jedes Ein-Personen-Unternehmen Anspruch auf die Euro-Scheine habe. "Jetzt muss halt der Neujahrstag zum Tag der neuen Realität werden. Es besteht die Gefahr, dass die Nachfrage nach 1- und 2-Euro-Münzen im Dezember enorm steigt. Hoffentlich sind alle darauf vorbereitet", schloss Ettl. (Schluss) ah/mm

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