ÖGB-Frauen: Sterbekarenz-Modell unausgegoren

Csörgits: Finanzielle Absicherung fehlt

Wien (ÖGB). Als nicht ausreichend bezeichnet die ÖGB-Frauenvorsitzende Renate Csörgits das heute von Minister Bartenstein präsentierte Modell der Sterbekarenz. Grundsätzlich sei es begrüßenswert, dass an einer gesetzlichen Möglichkeit zur Freistellung für die Betreuung sterbender Angehöriger gearbeitet werde. "Ohne eine finanzielle Absicherung der Karenzierten greift das Modell aber zu kurz", sagt Csörgits.++++

Bartenstein hat heute betont, dass die Sterbekarenz sowohl von Männern als auch von Frauen in Anspruch genommen werden solle. Csörgits dazu: "Das wäre auch mein Wunsch. Ohne finanzielle Absicherung ist freilich davon auszugehen, dass die Pflege sterbender Angehöriger weiterhin fast ausschließlich von Frauen übernommen wird. Und ohne finanzielle Absicherung bleibt die Sterbekarenz, so fürchte ich, überhaupt ein Minderheitenprogramm."

ÖGB, 10. Oktober 2001
Nr. 827

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