"RADLBERGER 2001 AUF EXPANSIONSKURS"

Geschäftsführer Fritz Thurn und Taxis anläßlich eines Pressegespräches in Wien über aktuelle Erfolge und Sorgen des Unternehmens

Wien (OTS) - Radlberger meldet einen Expansionssprung von zuletzt ATS 440 Mio (EUR 32 Mio.) auf ATS 650 Mio (EUR 47 Mio) im laufenden Jahr. Marken wie RADLBERGER, BLACK JACK, TIROLER ALM, GRANNY'S APFEL, ECHT HOLLER oder MIXIT Sodawasser sind Basis des zweitgrössten Softdrinkanbieters Österreichs. Möglich wurde dieser Sprung durch die Errichtung einer neuen Abfüllanlage im Vorjahr mit einem Investitionsvolumen von ATS 120 Mio (EUR 8,7 Mio). Die Anlage erhöht die Kapazität um 50% auf 35.000 Flaschen je Stunde bzw. 140 Mio Füllungen im Jahr.

Diese Kapazitätserweiterung ermöglichte heuer verstärkt in den deutschen Markt zu exportieren. Die gute Position im österreichischen Lebensmittelhandel ist zweifellos eine Referenz bei deren deutschen Schwester- oder Mutterunternehmen. Radlberger stellte im 1. Halbjahr 2001 über 50% der österreichischen Softdrink-Exporte; bei den Gespritzten (Schorlen) wahrscheinlich ein vergleichbarer Erfolg, jedoch gibt es hier keine aktuellen Daten.

Ztl: "Zwangspfand auf Einweg in Deutschland: "Protektionismus unter dem Feigenblatt Umweltschutz"

"Schlicht als eine protektionistische Maßnahme", betrachtet Taxis das drohende Zwangspfand auf Einweggebinde in Deutschland, das "umweltpolitisch schwer zu begründen und nur dann durchsetzbar ist, wenn man die Grenzen zu den Nachbarstaaten wieder dicht macht". Bei einem Pfand von fast ATS 7,-- (50 Cent), das Umweltminister Trittin auch auf PET-Flaschen einheben lassen will, ist mit Pfand- und Mülltourismus zu rechnen. Darüber hinaus belegen Studien, dass bei Einführung eines Zwangspfandes auf Einweggebinde das Mehrweggebinde weiter zurück ginge und durch die hohen Investitionen, die letztlich der Konsument tragen müsse, die Inflation angeheizt würde. An dieser Stelle appelliert Taxis an die österreichischen Behörden weiter aktiv zu sein. Klagen einiger EU-Mitgliedsländer in Berlin und Brüssel haben die Entscheidung zumindest schon verzögert.

Ztl: Radlberger auf der Suche nach Kooperationspartner - Europa ist unser "home market"

Radlberger ist in Österreich mit 140 Mio. Füllungen/Jahr und mit einem Marktanteil von 22% im Limonadengeschäft zweitstärkster Anbieter, ebenso im stark wachsenden Segment der "G'spritzten Fruchtsäfte". Um als "Player" im europäischen Umfeld dabei zu sein, und sei es auch nur im deutschsprachigen Raum, ist es notwendig, wesentlich größere Kapazitäten anzubieten. Hier muß Radlberger rasch Lösungen finden. Sei es durch neue Standorte, Allianzen und/oder Partner, um bei Ausschreibungen großer Handelsorganisationen in Deutschland mithalten zu können. Dabei geht es um Größenordnungen von etwa 400 Mio. bis 700 Mio. Flaschen Softdrinks je Handelsgruppe. Ohne europäische Dimension sieht Taxis für die heimische Lebensmittelindustrie wenig Überlebenschancen. "Wer nur Bayern als Exportmarkt betrachtet" so Taxis, "hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Europa ist unser home market". Radlberger hat daher nach Deutschland jetzt mit Vehemenz auch den italienischen und schweizerischen Markt im Visier. Typisch österreichische Produkte und Marken, wie "Echt Holler" und "Granny's Apfel G'spritzt" sind ein Angelpunkt um in diesen Märkten zu reüssieren.

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