Steibl: Sterbebegleitungskarenz ist wichtiger sozialpolitischer Fortschritt

Wien, 10. Oktober 2001 (ÖAAB-PD) Früher als erwartet könnte eine wichtige Forderung des ÖAAB umgesetzt werden: die Karenz zur Pflege sterbender Angehöriger. "Dieser Schritt stellt einen wichtigen sozialpolitischen Fortschritt dar", sagte heute, Mittwoch, ÖAAB-Bundesobmannstellvertreterin, ÖVP-Familiensprecherin Ridi Steibl. Der ÖAAB hatte die Einführung der Pflegekarenz bereits im Sommer gefordert. "Wir haben darauf gedrängt, daß die Sterbebegleitungskarenz bis spätestens 2003 kommt. Umso erfreulicher ist es, daß die Umsetzung nun schon ein Jahr früher vorgenommen werden könnte." ****

Im Entwurf, den Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Bartenstein heute präsentiert hat, seien die wichtigsten Forderungen des ÖAAB umgesetzt. Dazu gehören der Kündigungsschutz während der Pflegekarenz und die Kranken- und Pensionsversicherung der karenzierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ausdrücklich begrüßt wird vom ÖAAB auch die Möglichkeit zur Teilzeitkarenz.

In seinem Entwurf zur Sterbebegleitungskarenz hatte der ÖAAB im Sommer dieses Jahres auch einen verbesserten Zugang zur Hauskrankenpflege und den Ausbau der ambulanten palliativmedizinischen Betreuung sowie ein Supervisionsangebot für die pflegenden Angehörigen gefordert. "Wir werden uns dafür einsetzen, daß diese Maßnahmen in einem weiteren Schritt oder aber auch im Rahmen der Reform des Gesundheitswesens umgesetzt werden", sagte Steibl.
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