ÖAMTC: In den Sommermonaten und Freitags zwischen 17 und 18 Uhr passieren die meisten Unfälle

40 Prozent aller Unfälle fallen auf die Monate Mai bis August

Wien (ÖAMTC-Presse) - Bei Unfallhäufigkeit und Unfallschwere gibt es statistisch auffallende Gesetzmäßigkeiten, wie die von ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexpertin Marion Seidenberger ausgewerteten Unfallzahlen der letzten Jahre bestätigen. So ereigneten sich im Jahre 2000 mehr als 42.000 Unfälle mit Personenschaden, dabei wurden knapp 55.000 Personen verletzt und 976 getötet.

In den Sommermonaten von Mai bis August passieren, in Abhängigkeit vom Wetter, die meisten Unfälle. Generell fallen knapp 40% aller Verkehrsunfälle auf diese vier Monate. Das schöne Wetter, die Urlaubsreisezeit mit verstärktem Verkehrsaufkommen und der hohe Anteil an Motorradfahrern sind sicherlich Hauptgründe für die Unfallhäufigkeit. Im Jahr 2000 wurden in diesem Zeitraum 4.000 Unfälle pro Monat registriert.

Betrachtet man die Unfallhäufigkeit nach Wochentagen, so ist der Freitag der stärkste Tag, dicht gefolgt von Mittwoch und Montag. Die meisten Verkehrstoten gibt es jedoch am Samstag.

Hinsichtlich der Tageszeiten, ereignen sich mengenmäßig die meisten Unfälle zwischen 17.00 und 18.00 Uhr. "Generell ist nachmittags zwischen 16 und 19 Uhr die unfallträchtigste Zeit. Schließlich mischen sich ab 16 Uhr Arbeits- und Freizeitverkehr, man könnte sagen, dass es die Zeit der größten Mobilität ist und der Stress auf der Straße zunimmt", führt die Verkehrssicherheitsexpertin aus. Die wenigsten Unfälle, knapp 400, passierten zwischen 3.00 und 4.00 Uhr Früh.

Fazit: Die gefährlichste Unfallszeit liegt zwischen 16.00 und 19.00 Uhr am Freitag und Samstag in den Monaten Mai bis August.

Der aktuelle Stand der Statistik zeigt einen positiven Trend hinsichtlich der Getöteten im Straßenverkehr. Bis jetzt gibt es 45 getötete Personen weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Hält der Trend an, könnte die Unfallstatistik heuer ein besonders gutes Ergebnis erreichen.

Sorgen bereitet allerdings der seit Jahren gegenläufige Trend bei den Motorradfahrern. Aufgrund des anhaltenden Zweiradbooms sind Jahr für Jahr mehr Getötete und Verletzte zu beklagen. Für Motorradfahrer gibt es eine verlängerte "Alarmzeit" zwischen 14.00 und 19.00 Uhr. "Gute Lichtverhältnisse und angenehme Temperaturen locken vor allem an Sommerwochenenden die Motorradfahrer zu einer Ausfahrt. Da müssen sich Profifahrer, Gelegenheitsfahrer, Funfahrer und Fahranfänger die Straße teilen", resümiert die ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexpertin.

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ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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