Postbus AG: Personalvertretung schließt Streik nicht aus

Morgen österreichweite Betriebsversammlungen

Wien (GPF/ÖGB). Bei der Postbus AG stehen die Zeichen auf Sturm. Morgen Donnerstag, zwischen vier und acht Uhr früh wird es in Wien, Linz, Salzburg Stadt, Graz, Klagenfurt, Imst, Landeck, Bludenz und Feldkirch zu Betriebsversammlungen kommen. Die Personalvertretung bitte um Verständnis, dass es in den Frühstunden zu Verzögerungen im Fahrbetrieb kommen wird.++++

Robert Wurm, Vorsitzender des Zentralausschusses der Postbus AG, bringt die Gründe für die gewerkschaftlichen Ma?nahmen auf den Punkt:
O Es bereitet der Personalvertretung Sorge, dass geplant ist, auf Kosten der Sicherheit der Fahrgäste zu sparen.
O Gleichzeitig sollen 400 Arbeitsplätze ohne Konzept abgebaut werden. O Zusätzlich wurde die Managementebene um 300 Prozent aufgebläht. O Auch möchte man 600 Angestellten den schlechteren Branchenkollektivvertrag aufzwingen (Einkommensverlust 30 Prozent)
O Privatkundenvertreibung im Werkstättenbereich, um Werkstättenbedienstete schneller entlassen zu können und die freiwerdenden Werkstätten zu verkaufen.

Wurm: "So wie das Vorstands-Duo glaubt, kann man kein Unternehmen führen."
Ein Beispiel wie der Vorstand agiert: Vor dem 1. Oktober 2001 war die Generaldirektion in der Biberstraße 5, 1010 Wien, einquartiert. Monatliche Büromiete: ca. 60.000
Schilling. Seit dem 1. Oktober 2001 ist die Generaldirektion in der Prinz Eugen-Straße untergebracht. Monatliche Büromiete: ca. 680.00 Schilling, obwohl in einer eigenen Liegenschaft in der Erdberger Lände Tausende von Quadratmetern Bürofläche frei sind.
Wurm: "Das können die Bediensteten vor Ort nicht mehr verdienen."

Wurm weiter: "Daher ist es für uns ganz wichtig, dass die Eigentümervertreter endlich die Notbremse ziehen, bevor der Postbus ein Konkursfall wird. Sollte diese Warnung vom Vorstand wiederum nicht ernst genommen werden, werden wir im nächsten Schritt österreichweit in allen Dienststellen Betriebsversammlungen abhalten. Sollten die Eigentümervertreter den Vorstand nicht auf den Verhandlungstisch zurückpfeifen, werden wir bei unserer Gewerkschaft, der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF) einen Streikantrag stellen und in weiterer Folge nicht nur Betriebsversammlungen abhalten, sondern vom Streikrecht gebrauch machen," so Wurm, abschließend.(ff)

ÖGB, 10. Oktober 2001
Nr. 824

ÖGB-Urabstimmung vom 24. September bis 15. Oktober 2001
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