ARBÖ: Die "Hitparade der Autofahrer-Unarten" im Straßenverkehr

Wien (ARBÖ) - Wenn Rücksichtslosigkeit und Aggressivität im Straßenverkehr den Ton angeben, kommt es nicht selten vor, dass Menschenleben zu Schaden kommen, warnt der ARBÖ. Das beginnt beim Ärger über das unfaire Verhalten eines anderen Verkehrsteilnehmers, das zwangsläufig auch die eigene Konzentrationsfähigkeit beeinflusst und endet bei Situationen, wo man sich auf das richtige Verhalten eines anderen Verkehrsteilnehmers verlässt und dann unerwartet "den kürzeren" zieht. Der ARBÖ nimmt die Woche der Verkehrssicherheit zum Anlass, eine Liste der häufigsten Unarten im Straßenverkehr zu präsentieren und appelliert an alle Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr: "Kooperation statt Konkurrenz" und "Verantwortung statt Gleichgültigkeit".

"Lieb gewonnene" Unarten ärgern nicht nur andere Verkehrsteilnehmer, sie gefährden auch die eigene Sicherheit, so die ARBÖ-Verkehrssicherheitsexperten:

Unart Nr. 1: "Nicht blinken beim Abbiegen"
Eine Problematik, die leider immer mehr überhand nimmt: Wer seinen Richtungswechsel nicht durch blinken anzeigt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Weiters ist dies auch strafbar.
Richtig: Rechtzeitig einordnen, blinken und damit den Richtungswechsel anzeigen, damit sich andere Verkehrsteilnehmer darauf einstellen können.

Unart Nr. 2: "Das Drängeln"
Drängler verkürzen den Sicherheitsabstand und versuchen mit Hupen oder Lichtzeichen das vorausfahrende Fahrzeug "anzutreiben" oder -auf der Autobahn - von der linken Fahrbahnhälfte (siehe "Notorisches Linksfahren") zu verdrängen. Dies führt oft zu gefährlichen Situationen und Unfällen.
Richtig: Stets einen solchen Abstand zum vor Ihnen fahrenden Fahrzeug einhalten, dass jederzeit das rechtzeitige Anhalten möglich ist.

Unart Nr. 3: "Sicherheitsabstand nicht einhalten"
Vor allem auf Autobahnen oder Schnellstraßen kann man die "beliebte" Unart beobachten, wenn sich Fahrzeuglenker in die korrekt eingehaltenen Sicherheitsabstandzone eines anderen Fahrzeuges zwängen und somit bei diesem Fahrzeug ein Bremsmanöver auslösen. Auffahrunfälle sind nicht selten die Folge davon.
Richtig: Damit Sie nicht unnötig Verkehrsteilnehmer gefährden, von derartigen Manövern unbedingt absehen.

Unart Nr. 4: "Nicht einordnen lassen"
Verkehrsteilnehmer, die sich nicht an das sogenannten "Reißverschluss-System" halten, sind nicht selten Auslöser für Staus. Richtig: Damit eine flüssige Verkehrsabwicklung gewährleistet ist, andere Verkehrsteilnehmer ungehindert einordnen lassen.

Unart Nr. 5: "Fahrzeug am Radstreifen parken"
Vor allem Radfahrer ärgern sich über rücksichtlose Autolenker, die mit ihrem Fahrzeug einen Radstreifen blockieren.
Richtig: Auch wenn man durch die Parkplatzsuche einen Zeitverlust in Kauf nehmen muss, lieber einen "ordnungsgemäßen" Parkplatz suchen, nicht nur weil man ansonsten auch eine Verwaltungsstrafe riskiert.

Unart Nr. 6: "Notorisches Linksfahren"
Vor allem auf Autobahnen "nerven" notorische Linksfahrer die anderen Verkehrsteilnehmer und provozieren damit das -verbotene -Rechtsüberholen.
Richtig: Die linke Spur auf Autobahnen nur zum Überholen benützen, es gilt grundsätzlich das Rechtsfahrgebot.

Unart Nr. 7: "Fußgänger die Fahrbahn nicht überqueren lassen" Fußgänger auf Schutzwegen mit oder ohne Fußgängerampelregelung, werden sehr oft von rücksichtslosen Fahrzeuglenkern geschnitten. Richtig: Dem Fußgänger, der sich auf Schutzweg befindet oder diesen erkennbar benützen will, ist gemäß Straßenverkehrsordnung das ungehindert Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen.

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