KUKACKA: POSTÄMTER-SCHLIESSUNG MUSS FÜR MITARBEITER SOZIAL VERTRÄGLICH UND FÜR POSTKUNDEN KONSUMENTENFREUNDLICH DURCHGEFÜHRT WERDEN

Weiterhin werktägliche Zustellung der Post gefordert

Wien, 10. Oktober 2001 (ÖVP-PK) ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Mag. Helmut Kukacka erklärte heute, Mittwoch, im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion über die Zusammenlegungen bzw. Schließungen von mehreren hundert Postämtern neuerlich, dass diese für die ÖVP nur dann akzeptabel seien, wenn sie für die Postmitarbeiter sozial verträglich und für die Postkunden konsumentenfreundlich durchgeführt werden. ****

Die Postreform sei aber dringend notwendig, denn die Post müsse in ein modernes Dienstleistungsunternehmen umgebaut werden, schließlich müsse sie als aktienrechtliches Unternehmen auf Dauer verlustfrei geführt werden. Die ÖVP bekenne sich daher zu notwendigen Strukturreformen, stellte Kukacka fest, denn nach Angaben der Post fahren die unrentablen Postämter jährlich rund eine Milliarde Schilling Verlust ein.

Jene Postämter, bei denen die Kosten den Umsatz deutlich übersteigen, müssen deshalb in Rationalisierungsüberlegungen einbezogen werden. Der ÖVP gehe es nicht um die unbedingte Aufrechterhaltung aller Postämter, sondern um die Sicherung der postalischen Dienstleistung und ihrer Qualität für die Bevölkerung, stellte Kukacka klar.

Die ÖVP verlange daher, dass die werktägliche Zustellung der Post von Montag bis Freitag gesichert bleibe und auch die entsprechenden Poststellen (Postämter, Postagenturen, Postservicestellen) fünf Werktage offen halten und die Zustellung der Poststücke im Regelfall am nächsten Tag erfolge.

Bei einer Zusammenlegung von posteigenen Ämtern in Kleingemeinden müssen jedenfalls die Postdienste weiter über Postpartner (Tankstellenshop, Kaufhaus, Gemeindeamt, Trafik, Wirt, etc.) in der betreffenden Gemeinde angeboten werden. Darüber hinaus muss die Post überall dort, wo ein Postamt geschlossen werden soll, mit den Bürgermeistern in Verbindung treten, um für jede dieser Gemeinden eine weitgehend maßgeschneiderte Lösung für die zukünftige postalische Betreuung der Gemeindebürger zu finden, fordert Kukacka. Die ÖVP sei überzeugt, dass sich im Gespräch zwischen den Gemeindeverantwortlichen und der Post vernünftige Lösungen finden lassen, die sowohl den betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten der Post als auch der Aufrechterhaltung der regionalen Postversorgung dienen werden, schloss der ÖVP-Politiker.
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