Sima begrüßt belgische Pläne für Atomausstieg

Atomkraft ist 'Minderheitenprogramm' in der EU. Starkes Signal auch für Beitrittskandidaten"

Wien (SK) SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima begrüßt den gestern von der belgischen Regierung bekanntgegebenen Plan zum Ausstieg aus der Atomenergie. "Nach Schweden und Deutschland ist Belgien der dritte EU-Staat, der sich nun von der gefährlichen Atomenergie verabschiedet. Die belgische Abkehr vom Auslaufmodell Atomenergie ist auch ein starkes Signal an die Beitrittskandidaten", so die Umweltsprecherin. Nun müsse auf allen Ebenen an einem Akw-Aus gearbeitet werden, der EU-Beitritt unserer östlichen Nachbarn sei im Hinblick darauf eine Riesenchance. ****

Innerhalb der Europäischen Union betreiben laut Sima schon derzeit sieben Staaten keine Atomkraftwerke mehr. Neben Österreich seien dies Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Portugal und Dänemark. Aktive Akw-Betreiber seien nach der Absage Belgiens an die Atomkraft nur noch Frankreich, Spanien, die Niederlande, Finnland und Großbritannien. "Somit ist die Atomkraft nur mehr ein Minderheiten-Programm, was schließlich zu einer völligen Neuorientierung der europäischen Energiepolitik führen muss", so Sima. Sie fordert die Bundesregierung auf, in Brüssel Anti-Atom-Initiativen zu setzen und starke Verbündete dafür zu suchen.

Belgien sei nun ein potentieller neuer Partner im Kampf gegen die Atomkraft. "Ein Land, das der Atomkraft den Rücken kehrt, hat ja wohl kein Interesse daran, dass weiterhin AKWs betrieben werden, die weit unter dem europäischen Sicherheitsniveau liegen", so Sima. Gemäss dem Anti-Atom-Aktionsplan müsse die Regierung auf EU-Ebene nun konkrete Schritte setzen. "Die unverhältnismäßige Bevorzugung der Atomenergie und ihre Finanzierung muss umgehend abgestellt werden. So darf es u. a. zu keiner Aufstockung des EURATOM-Kreditrahmens kommen", so die Umweltsprecherin. (Schluss) ns/mm

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