Morak: Staatspreis für Europäische Literatur an Umberto Eco

Bekanntgabe der Literaturstaatspreise bei der Frankfurter Buchmesse

Wien (OTS) - Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse gab
Staatssekretär Franz Morak, heute, Mittwoch, die Nominierungen der von der Republik Österreich verliehenen Literaturpreise bekannt. Umberto Eco ist der heurige Preisträger des Staatspreis für Europäische Literatur, der mit 300.000.- ATS dotiert ist. "Umberto Eco ist der europäische Polyhistor, der mit seinem vielfältigen Werk einer der interessantesten und vielseitigsten europäischen Autoren der Gegenwart ist. In seinen Romanen versteht er es, literarisch Erzähltes mit Philosophischem zu verbinden und dem Leser vielfältige Lesemöglichkeiten zu eröffnen", so Morak.

Für den großen Österreichischen Staatspreis, der auch mit 300.000.- ATS dotiert ist, wurde vom Kunstsenat der Klagenfurter Schriftsteller Gert Jonke ausgewählt, "dessen Werk man als literarisch virtuosen Beitrag zum Problem der Beziehung von Wahrnehmung und Wirklichkeit, Sprache und Realität lesen könnte", betonte Morak.

Den ebenfalls für heuer zu vergebenden Staatspreis für Literaturkritik (100.000.- ATS) erhält die promovierte Germanistin und freie Journalistin Daniela Strigl, die für ihre Rezensionen internationaler und österreichischer Literatur sowie ihre Monographie über Theodor Kramer und ihr Buch über Marlen Haushofer von einer dreiköpfigen Jury vorgeschlagen wurde.

Antonio Fian, der uns als Kommentator des österreichischen geistes- und Kulturlebens bekannt ist und Ferdinand Schmatz, einer der wichtigsten Vertreter der modernen "experimentellen" Dichtung in Österreich erhalten den Förderungspreis für Literatur, mit dem Würdigungspreis für Literatur (150.000.- ATS) wird Heimrat Bäcker ausgezeichnet, so Morak weiter. "Ich freue mich, dass wir in Österreich eine so vielfältige und reichhaltige schriftstellerische Tätigkeit würdigen können und gratuliere den Preisträgerinnen und Preisträgern zu diesen Auszeichnungen."

Abschließend gab Staatssekretär Morak bekannt, dass die Langzeitstipendien für Literatur für 2002/2003 mit der Umstellung auf den Euro leicht erhöht werden. "Auch ich kann Ihnen eine Bestpreisgarantie geben. Wir haben allerdings aufgerundet: bei den Staats-, Projekt- und Dramatikerstipendien von 1.090 Euro auf 1.100 Euro und bei den Musil-Stipendien von 1.308 Euro auf 1.400 Euro -also jeweils auf den nächsten Hunderter," so Morak.

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