FP-Herzog: Skandalöse Abrißarbeiten in den Sofiensälen!

Wertvolle historische Teile zerstört - keine Reaktion des Bundesdenkamlamtes?

Wien, 10-10-2001 (fpd) - "Als einen unglaublichen Skandal der seines gleichen sucht", bezeichnete heute FP-Stadtrat Herzog die Tatsache, daß
bei den sg. "Sicherungsarbeiten" in den Sofiensäle wertvollste historische Teile klammheimlich der Zerstörung preisgegeben wurden.****

Der Abriß des Fußbodens des großen Festsaales, des sg. Tanzbodens, stellt einen massiven Anschlag auf den Hauptwert der historischen Sofiensäle dar, da in Verbindung mit dem darunter liegenden alten Schwimmbassin die weltweit einmalige Akustik dieses Saal gewährleistet war. Zahlreiche musikalische Ereignisse, weit mehr als 100 Uraufführungen der Straußdynastie, unvergessene Musikaufnahmen der weltgrößten Dirigenten haben deswegen in den Sofiensälen stattgefunden.

Der Abbruch des Tanzbodens war ebenso wie die Zerstörung der Logen offensichtlich mutwillig und völlig unnötig. Der Fußboden war zwar beschädigt, hat aber immerhin die Last der herabgestürzten Dachkonstruktion ausgehalten. Die Betreiberfirma wird hier allergrößten Erklärungsbedarf für diese unglaubliche Vorgangsweise haben.

Ebenso ist die Frage zu stellen, welche Rolle eigentlich das Bundesdenkmalamt in diesem Zusammenhang spielt. Es drängt sich der Verdacht auf, daß sich die zuständigen Damen und Herrn mit einer Beobachterrolle dieser Ereignisse begnügen. Wenn man weiß, wie oft bei Gebäuderenovierungen um jenen Fenstersims gerungen wird, ist dieses Verhalten gelinde gesagt unverständlich. Das Bundesdenkmalamt wird dringend aufgefordert, diesen "Nacht- und Nebenaktionen" einen Riegel vorzuschieben, schloß Stadtrat Johann Herzog. (Schluß) jen

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