Gusenbauer: Gewerkschaftsfusion bringt Reformschub für ÖGB

Anachronistische Trennung Arbeiter-Angestellte überwunden

Wien (SK) "Die Fusion der Gewerkschaft Metall-Textil und der GPA bringt einen deutlichen Reformschub für den ÖGB", erklärte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer zur aktuellen Entwicklung im ÖGB, "besonders bemerkens- und begrüßenswert ist, dass die anachronistische Trennung in Arbeiter und Angestellte damit endlich überwunden und ein gewaltiger Schritt in Richtung einheitlicher Arbeitnehmerbegriff gemacht wird". Mit der neuen Gewerkschaftsformation werde der ökonomischen und soziologischen Entwicklung Rechnung getragen. "Dazu kommt, dass eine schlagkräftige Gewerkschaft für einen wichtigen Bereich der Privatwirtschaft entsteht, die ohne Zweifel zu einem ernstzunehmenden Faktor bei der Durchsetzung von Arbeitnehmerinteressen werden wird", so Gusenbauer am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Jede Stärkung der Arbeitnehmerinteressenvertretungen, die sich den schwierigen Herausforderungen einer globalisierten Wirtschaft zu stellen haben, wird von der Sozialdemokratie ausdrücklich begrüßt, erklärte Gusenbauer. Auch für die ÖGB-Urabstimmung werde mit dieser Entscheidung Reformbereitschaft und der Wille signalisiert, alle organisatorischen, politischen und intellektuellen Kräfte der Gewerkschaftsbewegung so zu bündeln, um den Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft gerecht werden zu können. "Insgesamt dürfte dieser innovative Schritt der beiden Gewerkschaften die Organisations- und Strukturreform des ÖGB ganz wesentlich beschleunigen, das Reformtempo wird erhöht - und das ist gut so", meinte Gusenbauer abschließend. (Schluss) hs

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